360 Grad Feedback: So funktioniert es

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Das Wort feedback mit Kreide auf dunkler Tafel geschrieben
Foto: geralt/pixabay.com

Das 360 Grad Feedback, welches seinen Ursprung in den Vereinigten Staaten hat, erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit. Doch was steckt konkret hinter der Methode und worauf ist besonders zu achten? Diese Fragen und mehr werden im weiteren Verlauf des Textes erläutert.

Was ist das 360 Grad Feedback?

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Die 360 Grad Beurteilung stellt eine Methode dar, die in Unternehmen eingesetzt werden kann, um die Leistungen und Kompetenzen der Mitarbeiter umfassend erfassen zu können. Sie zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die Arbeitenden nicht bloß vom Vorgesetzten ein Feedback erhalten, sondern von mehreren Parteien, also auch direkten Mitarbeitern oder den Leuten, die beispielsweise derzeit mit dem Mitarbeiter im gleichen Projektteam sind.

Vereinfacht lässt sich sagen, dass die 360 Grad Beurteilung ein Instrument der Personalentwicklung darstellt. Hierbei bewerten mehrere Parteien den betreffenden Mitarbeiter, was häufig über anonyme Online-Fragebögen erledigt werden kann. Der Mitarbeiter kann sich zudem auch selbst einschätzen, um die Selbsteinschätzung mit dem Bild, was andere Leute aus seinem Arbeitsumfeld von ihm haben, abgleichen und reflektieren zu können.

Bei dem Verfahren zur Feedbackgewinnung ist eine übersichtliche, exakte Dokumentation sowie eine korrekte Auswertung wichtig. Als ganzheitliches Online-Bewertungsinstrument kann die Website mettl genutzt werden, auf deren Basis sich die Methodik des 360 Grad Feedbacks professionell und zielführend umsetzen lässt.

Welche Aspekte sollten beim Umsetzen der 360-Grad-Beurteilung befolgt werden?

Um das 360 Grad Feedback erfolgreich einzusetzen und einen nachhaltigen Zweck zu erfüllen, ist es wichtig, einige Faktoren bei der Durchführung zu berücksichtigen. Die zwei Punkte, die besonders relevant sind, ist zum einen der Fokus auf die Entwicklung und zum anderen die vorhandene Anonymität der Befragten.

Bei der 360 Grad Beurteilung soll es primär um die weitere Entwicklung gehen. Sie soll von daher nur Kompetenzen und Fähigkeiten abfragen, die relevant für die Personalentwicklung sind. Hierbei spielen also nicht nur die Schwachpunkte eines Mitarbeiters eine wichtige Rolle, sondern auch dessen Stärken. Nur so ist das Feedback für die Entwicklung förderlich, da gleichzeitig betrachtet werden kann, wie der Mitarbeiter seine Stärken in Zukunft noch effektiver einbringen kann.

Des Weiteren sollte die Position des Mitarbeiters beachtet werden. Bei einem Mitarbeiter, der kaum oder gar keinen Kundenkontakt hat, ist es nachvollziehbar, dass in seine Bewertung nicht der Umgang mit Kunden einfließt. Zur Anonymität ist zu empfehlen, dass sie bei der Befragung auf jeden Fall gegeben sein sollte. Nur durch Anonymität werden ehrliche und aufrichtige Bewertungen über das Potential und die erbrachten Leistungen gewährleistet. Ist keine Anonymität bei der 360 Grad Bewertung gegeben, ist es sehr wahrscheinlich, dass Mitarbeiter wichtige Aspekte verschweigen, da sie mit dem zu bewertenden Kollegen beispielsweise ein gutes Verhältnis haben und dann befürchten müssen, dass die Befragung zu einem Konflikt zwischen ihnen führen könnte.

Wie verläuft das 360 Grad Feedback?

Die Methode ist in mehrere Schritte unterteilt. Der erste Schritt ist die Implementierung der 360 Grad Beurteilung. Dieser Schritt impliziert, dass die 360 Grad Beurteilung offen und ausführlich kommuniziert wird. Den Mitarbeitern soll transparent bewusst gemacht werden, worum es bei dem Verfahren geht und wie der konkrete Ablauf aussieht. Mögliche auftretende Fragen sollten geklärt werden, damit der Umsetzung nichts mehr im Wege steht.

Die Vorbereitung

Bei der Vorbereitung ist es wichtig, dass festgelegt wird, welche Personen die Beurteilung über einen Mitarbeiter geben. Online-Fragebögen sollten erstellt werden. Zu beachten gilt, dass die Feedbackgabe unternehmensspezifisch und valide geführt wird, damit die Ergebnisse der 360 Grad Auswertung für das Unternehmen relevant sind und eine gute Basis darstellen, die erkennen lässt, wo Potentiale und Verbesserungsmöglichkeiten liegen.

Die Durchführung und 360 Grad Auswertung

Das Feedback der Personen, die mit der zu bewertenden Person in Kontakt stehen und arbeiten, wird ausgewertet und analysiert. Findet die Befragung online statt, ist der Vorteil erfüllt, dass die Befragung anonym und durch ehrliche Antworten ein weitaus größerer Mehrwert gegeben ist.

Die Umsetzung des Feedbacks

Im letzten Schritt geht es darum, dem Mitarbeiter die Ergebnisse der 360 Grad Auswertung mitzuteilen. Damit auf der Basis des Feedbacks eine Entwicklung stattfinden kann, ist es ratsam, dass Ziele und gegebenenfalls einzelne Schritt bis zur Erreichung des Ziels festgelegt werden. Das Hinzuarbeiten auf ein konkretes Ziel sollte im Laufe der Zeit regelmäßig kontrolliert werden, exemplarisch durch Mitarbeitergespräche.

Was verleiht der 360 Grad Beurteilung ihre hohe Effektivität?

Die Effektivität der 360 Grad Beurteilung entsteht durch die Verknüpfung von Selbst- und Fremdeinschätzung. Aufgrund dessen kann der Mitarbeiter adäquat reflektieren – über seine erbrachten Leistungen in seiner beruflichen Position sowie über weiterzuentwickelnde Potentiale, die er mitbringt.

Die Nachteile der 360 Grad Beurteilung

So effektiv die Methode auch ist, bringt sie zwei Nachteile mit sich. Auch wenn Tools, wie beispielsweise über https://mettl.com/de/ Anwendung finden, ist ein gewisser Aufwand nötig, der nicht unterschätzt werden sollte. Außerdem birgt auch die gegebene Anonymität ein Risiko. So kann es passieren, dass Bewertende eine fälschlich schlechtere Bewertung abgeben, da sie beispielsweise mit dem betroffenen Mitarbeiter in einem Konflikt oder in Konkurrenz um einen anderen Posten stehen. Ehrlichkeit ist hier also von größter Wichtigkeit!

Die Vorteile der 360 Grad Bewertung

Vorteilhaft ist das umfassende Bild der Bewertung, da mehrere Personen in die Bewertung involviert sind. Des Weiteren ist es förderlich, dass die Befragung durch mehrere Personen realistischer ist, als eine Feedbackgabe durch nur eine Person, beispielsweise dem Vorgesetzten, der möglicherweise kaum etwas von der Arbeit des bewerteten Mitarbeiters mitbekommt.

Das Fazit

Im Gesamten lässt sich feststellen, dass das 360 Grad Feedback für die potenzielle Entwicklung der einzelnen Mitarbeiter eine solide Grundlage darstellt, durch die der Schwachpunkte, aber auch Stärken erkennbar und analysiert werden können. Zwar ist ein gewisser Aufwand bis zur 360 Grad Auswertung zu leisten, doch sollten Führungskräfte genau abwägen, ob die Methode nicht dennoch sinnvoll ist, um die Personalentwicklung zu fördern und somit langfristig betrachtet, das Unternehmen voranzubringen.

Wird die 360 Grad Bewertung angewendet, sollte des Weiteren darauf geachtet werden, dass das gegebene Feedback zu einer Zielsetzung führen soll, welche in regelmäßigen Abständen kontrolliert und geprüft werden muss. Andernfalls verliert die Beurteilung deutlich an Effektivität. Nur wenn im Anschluss an die 360 Grad Auswertung eine prüfbare Zielsetzung erfolgt, der kontrolliert nachgegangen wird, kann die 360 Grad Methodik ihr volles Potential zur Entwicklung des Personals beitragen.

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