Amazon SEO: 5 wichtige Optimierungstipps für Amazon-Verkäufer

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Amazon ist zur Produktsuchmaschine Nummer 1 geworden. Foto: Casimiro PT/Shutterstock.com

Online-Shopping unterschiedlichster Produktkategorien ist im Zeitalter von Internet und mobilem Zugang ins WWW populärer denn je. Und dabei spielt Amazon sowohl was die Produktsuche als auch die Informationsbeschaffung über Kundenbewertungen eine bedeutende Rolle. Wer online erfolgreich verkaufen möchte, der sollte sich deshalb auch mit dem Amazon SEO beschäftigen.

1. Auf die Keywords kommt es an

Die Basis für eine perfekte Sichtbarkeit und Auffindbarkeit beim Onlineriesen gelingt in erster Linie mit einer gründlichen Optimierung der verwendeten Keywords. Dazu sollte bekannt sein, dass Kunden bei Amazon das gewünschte Produkt nur dann finden, wenn es sämtliche Keywords zeigt, die er auch eingegeben hat. Damit müssen alle relevanten Bezeichnungen vorhanden sein. Dazu spielen die Backend Suchbegriffe, die im Amazon Seller Central zu finden sind, ein zentrales Element, um die Produktsuche mit den relevanten Keywords auch zu gewährleisten. Denn genau hier können diese platziert werden. Ausgewertet werden dafür verschiedene Informationsfelder, die das Produkt hat. Unter anderem gehören Titel und Aufzählungen, aber auch Beschreibungen und Suchbegriffe und der Händlername dazu. Weitere wichtige Informationen wie die Marke und die Farbe des Produkts sollten hier erfasst werden. Um sicher zu stellen, welche Begriffe auch online gesucht werden, lohnt sich ein Blick auf Google. Bezeichnungen, die dort unmittelbar bei der Eingabe des Produktnamen erscheinen, sind oft sinnvolle Ergänzungen.

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Das Amazon Tool „AMZ Performance Tool“ bietet umfangreiche Recherchen und Keyword-Überwachungen.

Den gesamten Platz nutzen

Viele gehen davon aus, dass nur ein Keyword pro Feld Platz findet. Damit verschenkt ein Verkäufer aber nicht nur die Option für weitere Begriffe, sondern im Endeffekt auch viel Potential. Die Backend Keywords sind gut dazu geschaffen, auch mehrere verschiedene Keywords hintereinander einzutragen. Am besten werden sie ganz simpel mittels eines Leerzeichen getrennt. Zur Optimierung ihrer Angaben zum angebotenen Produkt macht es auch Sinn, die komplette Länge des Schlüsselwortes zu verwenden. Vor kurzem wurde die Anzahl der maximal verwendbaren Zeichen von 250 Zeichen auf 5000 Zeichen erweitert. Damit lohnt sich ein prüfender Blick, ob bereits alle relevanten Suchbegriffe für das Verkaufsprodukt eingetragen wurden.

Auf Nischen setzen

Es gibt Suchbegriffe, die sehr häufig zu finden sind und von den Mitbewerbern in vollem Maß genutzt werden. Diese dürfen in keiner Angebotsbeschreibung und Listung fehlen, dennoch sind sie nicht ausschlaggebend für ein gutes Ranking bei Amazon. Da macht es mehr Sinn, auf Nischen zu setzen. Der Verkäufer ist gut beratend, sich Gedanken um sämtliche möglichen Begriffe und Bezeichnungen für ihr Produkt zu machen. Und genau dahingehend sollten auch dann die Keywords für die Produktbeschreibung bei Amazon ebenso wie die Artikelbezeichnung gewählt werden. Möglicherweise können so auch Anwendungsbereiche gefunden werden, auf die der Mitbewerb des Produktes gar nicht hinweist. Da macht es Sinn, verstärkt auf genau das hinzuweisen und das hervorzuheben.

2. Auf eine optimale Produktpräsentation setzen

Dazu gehört nicht nur ein gut gewählter Produkttitel, der neben Keywords und dem Brand, auch wichtige Produkteigenschaften sowie einige gute Verkaufsargumente nennen soll. Zur Verfügung stehen dabei maximal 200 Zeichen, die es effektiv zu nutzen gilt. Dabei macht es jedoch keinen Sinn, mittels sinnloser Phrasen oder Wortwiederholungen den Platz einfach aufzufüllen. Zu einer gelungenen Produktpräsentation beim Online-Shopping gehören auch gute Produktbilder. Denn immerhin hat der Käufer keinerlei Möglichkeit, den gewünschten Artikel in die Hand zu nehmen oder einfach zu berühren. Umso wichtiger sind die Fotos, die größer als 1000 x 1000 Pixel sein sollten. Dank der Hochauflösung sind alle wichtigen Details für den Kunden erkennbar. Bewährt hat sich auch, wenn das Produkt von mehreren Seiten dargestellt wird. Wer sich für diese Option entscheidet, sollte allerdings dann beim Einstiegsbild auf Reduktion setzen. Dieses soll einfach den Kunden animieren, den Artikel anzuklicken und sich näher darüber zu informieren.

3. Die Beschreibung entscheidet ob es zum Kauf kommt

Auch wenn Fotos maßgeblich für eine Kundenentscheidung bestimmend sind, darf die Präsenz der richtigen Worte nicht unterschätzt werden. Denn gerade wenn es vergleichbare Artikel gibt, liest der Kunde gerne die Produktbeschreibung genau, bevor er sich letztendlich entscheidet. Deshalb darf hier ein guter Text niemals außer Acht gelassen werden. Entscheidend sind dabei nicht nur die schlichten Fakten, die sehr gut in den Bulletpoints aufgelistet werden können, sondern auch Emotionen.Wird dem Käufer ein gutes Gefühl vermittelt, ist er geneigt, den Artikel auch zu kaufen. Doch bei all der Emotion darf der Überblick nicht verloren gehen. Deshalb ist es wichtig, die Produktbeschreibung mit einer übersichtlichen Struktur zu versehen und Zwischenüberschriften zu verwenden.

4. Auch ein schlechtes Feedback ist ein nützliches Feedback

Es liegt auf der Hand, dass positive Kundenbewertungen für Interessenten ein wichtiges Argument für ein Produkt liefern. Doch Verkäufer auf Amazon sollten auch negatives Feedback nicht außer Acht lassen. Entspricht der angebotene Artikel nicht dem Qualitätsanspruch, sollte er aus dem Sortiment genommen werden. Liegt ein negativer Kommentar an einer missverständlichen Artikelbeschreibung, muss diese geändert werden. Negatives Feedback bietet ein großes Potential für den Verkäufer, sich weiter zu entwickeln und Verbesserungen in seinem Webauftritt vorzunehmen. Am wichtigsten ist, dass der Kunde eine Reaktion bekommt und sich nicht alleine gelassen fühlt.

5. Auf Zusatzservices setzen

Mit dem Angebot „Prime“ gewährleistet Amazon einige Zusatz- und Sonderfunktionen für Kunden, die dafür zahlen. Als Onlinehändler lohnt es sich, auch dieses Premium-Service anzubieten. Es gibt den Käufern ein gutes Gefühl, ihre Waren zuverlässig und rasch zu erhalten. Damit ist klar, dass sie gerade bei Händlern einkaufen, die diesen Zusatznutzen auch anbieten.

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Über Marvin 625 Artikel
Marvin hat seine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann 2011 bei der Deutschen Telekom AG abgeschlossen und bloggt seit 2014 regelmäßig rund um die Themen Ausbildung, Karriere, Wirtschaft und IT auf itsystemkaufmann.de. Außerdem hat er sich seit vielen Jahren dem Online-Marketing verschrieben und ist als selbstständiger Online-Marketing-Berater unter www.web-malocher.de tätig.

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