Aufklärung über die fünf größten Mythen über moderne IT-Infrastrukturen

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Eine moderne Infrastruktur ist agil, flexibel und skalierbar. Sie steht an der Spitze der digitalen Strategie jedes CIOs – und sie ist überall zu finden. Aber mit der Vielzahl der Möglichkeiten kommt auch die Komplexität.


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Die derzeitige Phase der Veränderungen und des Umbruchs auf dem globalen Infrastrukturmarkt hat irreführendem Marketing Tür und Tor geöffnet und macht CIOs und IT-Führungskräfte anfällig für falsche Erwartungen in Bezug auf das, was moderne Infrastruktur bieten kann. Ein falsches Verständnis dieser Angebote kann Unternehmen viel Geld kosten. Ein seriöser IT-Partner informiert Sie transparent über alle wichtigen Zusammenhänge. Der erste Schritt in diesem turbulenten Umfeld besteht also darin, mit einigen verbreiteten Mythen über moderne Infrastrukturen aufzuräumen.

Mythos 1: Die Cloud ist ein realer Ort

Die Cloud ist eine Form des Computing, bei der skalierbare und elastische IT-Funktionen mit Hilfe von Internettechnologien als Service für Kunden bereitgestellt werden. Betrachten Sie die Cloud nicht als einen Ort, sondern vielmehr als ein neues Computing-Paradigma, bei dem lose gekoppelte Dienste zu Anwendungen zusammengefügt werden. Sie unterscheidet sich grundlegend von der traditionellen IT-Infrastruktur.

Es gibt viele Gründe, warum Anwendungen oder Daten nicht in eine öffentliche Cloud-Infrastruktur verlagert werden können, darunter die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, Latenzzeiten, die Notwendigkeit eines Offline-Zugriffs und vieles mehr. Aber viele Unternehmen wollen trotzdem das Cloud-Modell, nur eben in ihren Rechenzentren oder am Rande. Es stellt sich die Frage, ob Sie schlüsselfertige Services von einem Anbieter kaufen oder Ihre eigenen aufbauen wollen.

Jetzt, wo Cloud-first der erwartete Ansatz ist, sollten sich CIOs fragen:

  • Wird die öffentliche Cloud billiger sein? Welche Vorteile kann ich aus der öffentlichen Cloud ziehen?
  • Sollte ich migrieren, weil es besser ist, auch wenn es nicht billiger ist?
  • Gibt es rechtliche, Compliance- oder versicherungstechnische Gründe, warum ich nicht in die Cloud wechseln kann?
  • Können verteilte Anwendungen Latenzzeiten zwischen den Standorten und der öffentlichen Cloud verkraften?
  • Verfügen sie über eine zuverlässige Konnektivität? Kann ich eine einheitliche Verwaltung für meine gesamte Infrastruktur haben?

Mythos 2: Die Infrastruktur sollte unabhängig aufgebaut werden

In der Vergangenheit haben IT-Organisationen ihre eigene Infrastruktur aufgebaut. Sie kauften Server, Speicher und Netzwerk-Switches – oft von drei verschiedenen Anbietern – und bauten alles selbst zusammen. Aber heute ist das meist unnötig. Sie können einfach ein schlüsselfertiges, fertiges Infrastrukturpaket kaufen, das nur wenig oder gar keine Installation erfordert.

Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist der Wechsel in die Public Cloud – aber das ist nicht die einzige Möglichkeit.

Vergleichen Sie den Kosten-Nutzen-Vorteil, den Sie durch den Aufbau der Infrastruktur gegenüber dem Kauf bei einem Anbieter erhalten. Wird sich das neue System in Ihre bestehende IT-Umgebung integrieren lassen, oder wird es die Kosten mehr erhöhen als einen Mehrwert schaffen?

Mythos 3: Automatisierung kann Geld sparen

Die Automatisierung steht im Mittelpunkt der Veränderungen im Bereich Infrastruktur und Betrieb. Sie ist nicht mehr optional. Sie ist eine Reaktion auf den zunehmenden Umfang und die zunehmende Komplexität moderner, dezentraler Infrastrukturen, die ohne sie nicht mehr zu verwalten sind.

Viele IT-Organisationen verfolgen die Automatisierung jedoch in dem Irrglauben, dass sie dadurch Geld sparen können. Viele Unternehmen wollen ihre Ausgaben für die Infrastruktur senken, oft durch den Abbau von Personal – sie erwarten, dass die Automatisierung den manuellen Aufwand und die Mitarbeiter, die diesen Aufwand betreiben, ersetzt. Das ist unwahrscheinlich.

Initiativen zur Automatisierung der Infrastruktur verlagern die Kosten eher, als dass sie sie senken. Das ist immer noch sehr wertvoll, denn die Zeit und das Geld werden besser für wertvollere Projekte eingesetzt. Aber die Automatisierung der Infrastruktur führt in der Regel nicht zu tatsächlichen finanziellen Einsparungen.

Das kurzfristige Ziel der Infrastrukturautomatisierung sind Effizienzsteigerungen, gefolgt von Produktivitätsverbesserungen. Kosteneinsparungen werden, wenn überhaupt, erst in den späteren Phasen des Projekts erzielt.

Quantifizieren Sie die Vorteile der Automatisierung. Berechnen Sie zum Beispiel, ob sich die Anzahl der Einsätze durch die Automatisierung verbessert hat. Im Idealfall sollte sie steigen und auch die Fehlerquoten sollten niedrig sein. Dies kann mehr Raum für Innovationen schaffen – ein weiterer Vorteil, den die Automatisierung der Infrastruktur bieten kann.

Mythos 4: Infrastruktur kann autonom sein

Einige Anbieter behaupten, eine “autonome” Infrastruktur anzubieten, die durch künstliche Intelligenz (KI) angetrieben wird und manuelle Tätigkeiten ersetzt. Aber diese Behauptungen halten nie einer Überprüfung stand.

Künstliche Intelligenz für den Betrieb dient als Entscheidungshilfe für menschliche Bediener, und in dieser Rolle kann sie sehr wertvoll sein. So können beispielsweise Algorithmen für maschinelles Lernen riesige Datenmengen durchkämmen und Zusammenhänge finden, die ein Mensch nie finden könnte. AIOps eignet sich daher hervorragend für prädiktive Analysen, z.B. um festzustellen, wann die Ressourcen erschöpft sein werden, oder um die Ursache von Fehlern zu ermitteln.

AIOps-Tools können sogar vordefinierte Routinen als Reaktion auf bestimmte Bedingungen ausführen – vorausgesetzt, ein Mensch denkt sich eine Lösung für ein Problem aus, schreibt Code, um diese Lösung auszuführen, und definiert genau, wann und wie das AIOps-Tool diesen Code ausführen darf. AIOps kann ohne menschliches Zutun weder selbständig eine Lösung entwickeln noch die Probleme beheben, die es findet.

Mythos 5: Sie sind bereit für den Wandel

Die Realität ist, dass die meisten IT-Organisationen in Unternehmen einfach nicht für den Übergang zu modernen Infrastruktur- und Betriebsmodellen gerüstet sind. Vielen altgedienten I&O-Mitarbeitern fehlt es immer noch an Fachwissen über neue Technologien. Sie müssen sich neue Fähigkeiten aneignen, sich in neuen Rollen zurechtfinden und neue Verantwortlichkeiten übernehmen. In vielen IT-Organisationen hat der Mangel an Fähigkeiten ein Krisenniveau erreicht. Einige Modernisierungsinitiativen sind bereits gescheitert, weil es an qualifizierten Ingenieuren und Architekten fehlte.

Da es immer schwieriger wird, qualifizierte Mitarbeiter einzustellen und diese immer höhere Gehälter verlangen, ist es entscheidend professionelle Partner für das IT-Infrastruktur Management an seiner Seite zu haben.

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