Ausbildung bei der Polizei – kurz vorgestellt

Ausbildung bei der Polizei - kurz vorgestellt
Foto: robert_marinkovic/pixabay.com

Wer bei der Job-Wahl Wert auf Abwechslung und spannende Aufgaben legt, ist bei der Polizei gut beraten. Dieses Berufsfeld bietet unterschiedliche Laufbahnen und eine breite Palette verschiedenster Tätigkeiten. Im Folgenden stellen wir die Karriere-Möglichkeiten rund um den Polizei-Beruf kurz und übersichtlich dar, beleuchten Vorteile, aber auch Schattenseiten des Arbeitsalltags.

Der Einstieg in den mittleren Dienst

Die klassische Beamtenausbildung erfordert einen mittleren Schulabschluss, ein vorstrafenfreies Führungszeugnis, sowie eine psychische und physische Eignung. Um diese festzustellen, finden regelmäßige Eignungstests statt, die die Bewerber auf ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten prüfen. Bereits im Vorfeld kann sich über diese Anforderungen informiert werden, unterschreitet man zum Beispiel die geforderte Mindestgröße oder ist das Sehvermögen zu sehr eingeschränkt, sollte man sich nach einer alternativen Laufbahn bei der Polizei umsehen. Bei der Bewerbung um einen Platz im mittleren Dienst besteht dabei die Wahl zwischen einer Ausbildung bei der Bundespolizei oder bei dem jeweiligen Bundesland. Die Einstellungstests und der konkrete Ablauf der Ausbildung variieren hier zwischen den einzelnen Ländern, einige, wie zum Beispiel Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bieten diese Art des Einstiegs jedoch nicht dauerhaft an.

Welche Aufgaben bietet der mittlere Dienst?

Nach einer 2-3 jährigen Ausbildung absolviert man seinen Dienst schließlich als Streifen- , Schutz- und Wachpolizist. Hier wird man täglich mit Gefahren-Abwehr und Strafverfolgung konfrontiert. Zu den gängigen Tätigkeitsbereichen gehören Verkehrsbehinderungen, Diebstähle, Verkehrsunfälle, Ruhestörungen, Objektschutz, Verkehrsregelungen, Raub-Straftaten, Gewaltdelikte, Verkehrskontrollen und auch Streitigkeiten. Anzeigen müssen aufgenommen und bearbeitet werden und jeder Einsatz wird in einem Bericht detailliert dokumentiert. Neben spannenden Außeneinsätzen bringt der Job also auch jede Menge Schriftverkehr mit sich. Bei gelegentlichen Sondereinsätzen kann es zu Begegnungen mit Fußballfans und Demonstranten kommen. Entscheidet man sich für eine Karriere bei der Bundespolizei, übernimmt man ähnliche Aufgaben, ist aber auch zum Grenzschutz und der Sicherung unserer Verfassungsorgane beordert.

Per Studium in den gehobenen Dienst

Möchte man direkt mit einem höheren Dienstgrad in den Polizeiberuf einsteigen, besteht die Möglichkeit dies über ein Studium zu tun. Dementsprechend wird für diese Tür in den Polizeiberuf ein (Fach-) Abitur oder ein vergleichbarer Bildungsabschluss verlangt. Nach dem Studium an der Polizeiakademie startet man direkt im gehobenen Dienst, übernimmt also zu den Aufgaben des mittleren Dienstes zusätzlich Personalverantwortung und Führungsfunktionen. Als leitender Polizeivollzugsbeamter ist man maßgeblich an der Planung von Einsätzen wie Streifgängen oder Personenschutz-Maßnahmen beteiligt.

Über diesen Weg führt auch der Eintritt in die Kriminalpolizei. Ob beim Bundes- (BKA) oder Landeskriminalamt, die Aufklärung, Bekämpfung und Verfolgung von Verbrechen steht hier im Fokus. Terrorismus, Rauschgiftdelikte, Wirtschaftsstraftaten, Mord und organisierte Kriminalität sind hier nur einige der vielen Einsatzgebiete, auf die sich ein Kriminalpolizist spezialisieren kann. Die Ermittlungen umfassen dabei auch Zeugenvernehmungen und Spurensuchen.

Der Verwaltungsdienst: Bürojobs bei der Polizei

Nicht jedes Aufgabenfeld bei der Polizei erfordert dabei Außeneinsätze. Auch in der Verwaltung gibt es interessante Stellen zu entdecken, die entweder über einen Einstieg in den mittleren nichttechnischen, oder den gehobenen nichttechnischen Dienst erreichbar sind. Als ausgebildeter Regierungssekretär übernimmt man schließlich ein breites Tätigkeitsfeld: Von der Unterstützung bei langfristigen Einsätzen, über die Finanzberichterstattung, bis hin zur Lösung komplexer Sachverhalte, fallen unterschiedlichste Herausforderungen an.

Abteilung Informationstechnik

Ein reibungsloser Datenaustausch ist auch bei der Polizei von enormer Bedeutung, denn das Zusammenführen von Informationen ist die Basis einer jeden Ermittlung. Aus diesem Grund ist eine moderne Kommunikationstechnik unerlässlich. Durch den Einsatz von neuesten Technologien schafft die IT-Abteilung die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche polizeiliche Arbeit. Die Verarbeitung von großen Bild- und Tondateien, die Bereitstellung relevanter Datensätze und der kontinuierliche Informationstransfer mit anderen Behörden und Institutionen, wie der Staatsanwaltschaft soll hier gewährleistet werden. Die angehenden Mitarbeiter der polizeiinternen IT-Abteilung erwartet also ein außergewöhnliches Amt mit einer Menge Verantwortung.

Der Polizeiberuf – Pro & Contra

Neben einem abwechslungsreichen und spannenden Berufsalltag erwarten die zukünftigen Polizisten viele weitere Annehmlichkeiten. Eine überdurchschnittliche Vergütung, der Beamtenstatus, finanzielle Sicherheit und auch die hohe Flexibilität sprechen für die Wahl dieses Jobs. Doch nur wer auch mit Ausnahmesituationen wie Trauerfällen, Gefahr und hohem Konfliktpotenzial umgehen kann, sollte sich um einen Ausbildungsplatz bemühen. Die Anstrengungen und Belastungen durch den Schichtdienst und Extremfälle erfordern eine hervorragende physische und psychische Verfassung. Wer sich diesen Anforderungen jedoch gewachsen sieht, kann bei der Polizei sicherlich seinen Traumjob und seine ganz persönliche Berufung finden.

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Über Marvin 624 Artikel
Marvin hat seine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann 2011 bei der Deutschen Telekom AG abgeschlossen und bloggt seit 2014 regelmäßig rund um die Themen Ausbildung, Karriere, Wirtschaft und IT auf itsystemkaufmann.de. Außerdem hat er sich seit vielen Jahren dem Online-Marketing verschrieben und ist als selbstständiger Online-Marketing-Berater unter www.web-malocher.de tätig.

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