Distributionspolitik: Definition und Erläuterungen

Pakete auf einem Rollband bzw. Fließband
Ein Ziel der Distributionspolitik ist die Verfügbarkeit der einzelnen Waren für die potenziellen Verbraucher und Kunden. Foto: cybrain/Shutterstock.com
Distributionspolitik: Definition und Erläuterungen
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Definition Distributionspolitik

Die Distributionspolitik wird ebenfalls in der Wirtschaft als Vertriebspolitik bezeichnet. Es ist ein Teil des Marketing-Mixes in einem Unternehmen. Bei dieser Politik wird genau entschieden, wie das Produkt an den Endkunden geliefert wird. Hierbei ist vor allem entscheidend, wie der Absatzweg und auch der Vertrieb vom Hersteller zum Kunden gestaltet ist.

Ziele der Distributionspolitik

Eines der Ziele, die bei dieser Politik eine Rolle spielen, ist vor allem die Verfügbarkeit der einzelnen Waren für die potenziellen Verbraucher und Kunden. Außerdem soll durch den optimalen Vertriebsweg gewährleistet werden, dass die Kosten für den Transport, das Personal und auch die Lagerung so gering, wie nur möglich gehalten werden. Zudem kann der Hersteller der Produkte direkt Einfluss auf den Absatz und die Vermarktung nehmen, was ein erheblicher Vorteil darstellt. Es können aber auch Zielkonflikte hierbei entstehen.

Kriterien der Distributionspolitik

Je nach Situation und Unternehmen sind die Entscheidungen unterschiedlich. Eine gute Distributionspolitik entscheidet immer nach den wichtigen Faktoren, die zu beachten sind. Dies können zum Beispiel produktbezogene Faktoren sein, Zusatzleistungen oder auch die Fähigkeit das Produkt zu transportieren und zu lagern. Der Faktor, der sich auf die Kunden bezieht ist ebenfalls sehr wichtig. Dies sind vor allem die Anforderungen, die die Kunden an das Produkt stellen. Hierbei sollten auch der Bedarf der Kunden und die Häufigkeit des Einkaufs mit berücksichtigt werden. Außerdem sind noch der Faktor, der Konkurrenz und auch der Faktor, der das Unternehmen betrifft wichtig. Diese sind für die Anzahl der Artikel und auch für die Vertriebskanäle entscheidend. Außerdem spielen sie für das Marketingkonzept und die Finanzierung eine sehr wichtige Rolle. Alle diese Faktoren müssen berücksichtigt werden, um eine optimale Distributionspolitik möglich zu machen.

Vertriebswege der Distributionspolitik

Hierbei werden verschiedene Vertriebswege unterschieden, die zur Anwendung kommen können. Es wird hier vor allem zwischen dem direkten Vertriebsweg und dem indirekten Vertriebsweg unterschieden.

Der direkte Vertrieb

Bei diesem Vertriebsweg wird keine Zwischenhändler benötigt. Dies können zum Beispiel Onlineshops sein, Verkaufsstellen usw. Bei diesem Weg hat der Hersteller die volle Kontrolle über den Absatz, im Gegensatz zu einem indirekten Vertrieb. Er hat direkten Kontakt zum Kunden und auch die Mitarbeiter kennen die Kunden und deren Wünsche und Anforderungen. Die Kundenbindung ist ebenfalls größer, als beim indirekten Vertrieb. Sie können ebenfalls die Ergebnisse der Maßnahmen für Werbung und Preis genau kontrollieren.

Die Nachteile des direkten Vertriebs sind unter anderem, die hohen Kosten. Dies hat damit zu tun, dass die Verkäufer auch Mitarbeiter sind und somit alle Vorgänge, wie Marketing und Logistik selbst organisiert werden müssen. Ein Massenvertrieb ist hiermit sehr schwierig. Es lohnt sich aber meist ein Direktvertrieb technischer Produkte über das World Wide Web.

Der indirekte Vertrieb

Dieser Vertrieb wird mit Hilfe von Zwischenhändlern durchgeführt. Hier ist zum Beispiel die Kette vom Hersteller über den Großhändler, dann über den Einzelhändler bis zum Endkunden gemeint. Gerade bei den Kosumgütern geht es meist für die Hersteller nur auf einem indirekten Vertriebsweg. Sonst wäre dies mit zu hohen Kosten verbunden. Die Reichweite ist über den Großhandel und auch den Einzelhandel sehr viel größer und ist zudem mit geringerem Aufwand verbunden.

Durch die Dezentralisierung kann der Hersteller sich auf die wesentlichen Aufgaben konzentrieren. Ein Nachteil kann allerdings sein, dass der Hersteller die Kontrolle über den Absatz verlieren könnte. Auch die Kontrolle über den Preis kann verloren gehen. Die Daten über das Kaufverhalten der Kunden werden nur den Handelsunternehmen bereit gestellt. Der Hersteller muss sich dann diese Daten auf anderen Wegen holen.

Organe in der Distributionspolitik

Die Absatzorgane sind sehr wichtig bei dieser Politik. Dies sind zum einen die Mitarbeiter eines Unternehmens, die Vertreter, die Partner und auch die Einzelhändler und Großhändler.

Logistik in der Distributionspolitik

Die Logistik ist in dieser Politik ebenfalls nicht zu unterschätzen. Hier wird genau geregelt, wie die Waren an den Kunden gelangen. Hierzu zählt vor allem der Versand und die Verpackung der einzelnen Waren, das Lager und auch die Auswahl der Mittel für den Transport.

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Über Marvin 544 Artikel
Marvin hat seine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann 2011 bei der Deutschen Telekom AG abgeschlossen und bloggt seit 2014 regelmäßig rund um die Themen Ausbildung, Karriere, Wirtschaft und IT auf itsystemkaufmann.de. Außerdem hat er sich seit vielen Jahren dem Online-Marketing verschrieben und ist als selbstständiger Online-Marketing-Berater unter www.web-malocher.de tätig.

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