Handy-Akku richtig laden: Fünf Tipps für eine geringere Akku-Abnutzung

Smartphone mit einem Ladegerät
Der Handy-Akku kann effektiv geschont werden, wenn man einige grundsätzliche Dinge berücksichtigt. Foto: ReadyElements/pixabay.com

Das Smartphone ist zum ständigen Begleiter geworden und kann mittlerweile fast schon den Desktop-PC ersetzen. Doch diverse Ziele erfordern Kompromisse. Diesen fällt oft der Handy-Akku zum Opfer. Kleiner, platzsparender, fest verbaut – und mit viel zu geringer Kapazität. Das falsche Laden ruiniert die Freude am neuen Telefon letztlich vollkommen innerhalb weniger Monate.

Tipp 1: Original Ladegeräte nutzen

Die erste Frage ist nicht, wie das Smartphone richtig aufgeladen wird, sondern womit es aufgeladen wird. Abgesehen von Apple, die sich einfach nicht an den Rest des Marktes anpassen wollen um ihre Gewinne zu maximieren, sind zumindest die Buchsen und Stecker aller Smartphones auf USB genormt. Dies macht Ladegeräte, in der Theorie, unter einander austauschbar und erlaubt das Aufladen mit beliebigem Ersatz Zubehör. In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass sich die Ladegeräte deutlich unterscheiden und andere Standards haben. Daraus ergibt sich, dass die verschiedenen Telefone unterschiedlich geladen werden. Die Ladegeräte der verschiedenen Hersteller sind deshalb auch nicht unter einander völlig kompatibel und „No-Name“ Ersatzzubehör macht alles nur noch schlimmer – bis hin zur Explosionsgefahr. Aus diesem Grund sollten Smartphones nur mit dem originalen Ladegerät geladen werden. Falls dieses defekt ist, dann sollte es nur gegen ein neues original Ladegerät ausgetauscht werden.

Tipp 2: Am PC laden

Man hat jetzt das originale Ladegerät zur Hand und sitzt gerade am PC? Dann sollte man auf das Ladegerät verzichten. Der USB Anschluss bietet keine Schnellladefunktion – und das belohnt der Akku mit einer längeren Lebensdauer. Die Schnellladefunktion ist zwar praktisch, wenn das Telefon schnell wieder einsatzbereit sein muss, jedoch wird der Akku mit Strom quasi vollgestopft. Dies schadet ihm auf Dauer und reduziert seine Kapazität innerhalb weniger Monate merklich. Wer am PC oder sogar nur am Laptop sitzt, der kann das Telefon nur mit dem Kabel an diesem anschließen. Das dauert zwar deutlich länger, hat aber noch andere Vorteile. Insbesondere an öffentlichen Orten wird nur eine Steckdose belagert. Darüber hinaus sind Ladekabel in der Regel sehr kurz. Das Telefon aufladen, gleichzeitig griffbereit haben und durch ein Ladekabel quer im Cafe liegend keine Stolperfalle schaffen geht nur, wenn es direkt am eigenen Platz liegt.

Tipp 3: Die richtigen Bedingungen

Die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur haben einen mehr oder weniger starken Einfluss auf den Akku. Dies betrifft sowohl den Akku selbst, als auch seinen Ladestand sowie die Betriebsdauer nach einer Aufladung und letztlich den Ladevorgang selbst. Aus diesen Gründen sollte man immer genau darauf achten, welche Bedingungen man seinem Telefon zumutet. Ideal ist es, das Telefon im Herbst und Winter in einer gut geschützten Jackentasche am Körper aufzubewahren. Im Sommer ist ausreichender Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und zu hohen Temperaturen unverzichtbar. Das Handy im Auto liegen lassen ist eine sehr schlechte Idee. Das gleiche gilt letztlich für den Ladevorgang ansich. Fallen die Temperaturen zu tief, steigt der Widerstand stark an und der Akku wird stark strapaziert. Steigen die Temperaturen über einen gewissen Wert und addiert sich die Wärmeentwicklung beim Laden dazu, besteht Explosionsgefahr. Temperaturen zwischen 10 und 35 °C sind ein guter Richtwert.

Tipp 4: Nie unbeaufsichtigt laden

Einer der größten Fehler ist es, das Telefon unbeaufsichtigt laden zu lassen. Dies ist vor allem in der Nacht ein großes Problem. Man kommt am Abend spät nach Hause, hat erst einmal andere Dinge im Kopf und denkt nicht daran das Telefon für den nächsten Tag vorzubereiten. Dies fällt einem meist erst dann ein, wenn man ins Bett geht und noch einen letzten Blick auf das Telefon wirft. Dann wird das Telefon an die Steckdose gestöpselt und bleibt dort. Oftmals bis zum nächsten Morgen um dann vollständig aufgeladen zu sein. Das Problem ist jedoch, dass der Akku sich nach dem vollständigen Aufladen bald um 1 % oder 2 % wieder entlädt. Die Folge ist, dass der Akku wieder um diese wenigen Prozentpunkte geladen wird. Dies passiert letztlich mehrfach pro Nacht – und schadet dem Akku enorm. Deshalb muss das Handy immer nach dem Laden ausgestöpselt werden.

Tipp 5: Nie vollständig laden

Dieser Tipp stimmt nicht – er ist trotzdem von großer Bedeutung. Tatsächlich müsste er heißen: wissen, was für ein Akku es ist. Die zwei wichtigen Typen sind die, mittlerweile selten gewordenen, Nickel-Cadmium-Akkus und die weit verbreiteten Lithium-Ionen-Akkus. Diese unterscheiden sich stark in der Art, wie sie aufgeladen werden müssen um ihre Lebensdauer möglichst lang zu erhalten. Nickel-Cadmium-Akkus haben eine Art von Gedächtnis und erinnern sich an vorherige Ladevorgänge. Werden diese Akkus nicht vollständig aufgeladen und vor der vollständigen Entladung wieder aufgeladen, dann fällt ihre Kapazität bald auf diese Grenzen ab. Dies ist das genaue Gegenteil von dem Titel dieses Tipps. Nickel-Cadmium-Akkus müssen immer vollständig geladen und entladen werden um lange zu halten. Dieses Vorgehen schadet jedoch den weiter verbreiteten Lithium-Ionen-Akkus. Sie sollten nicht weiter als bis zur 80 % Marke aufgeladen werden. Auch sollten sie viel früher, bei 30 – spätestens bei 20 % wieder geladen werden.

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Über Marvin 585 Artikel
Marvin hat seine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann 2011 bei der Deutschen Telekom AG abgeschlossen und bloggt seit 2014 regelmäßig rund um die Themen Ausbildung, Karriere, Wirtschaft und IT auf itsystemkaufmann.de. Außerdem hat er sich seit vielen Jahren dem Online-Marketing verschrieben und ist als selbstständiger Online-Marketing-Berater unter www.web-malocher.de tätig.

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