„Hilfe, mein Computer geht nicht mehr an“ – das kannst du tun!

Ein Mann sitzt hilflos vor dem PC
Wenn der Computer nicht mehr startet, kann das unterschiedlichste Ursachen haben. Foto: Milkovasa/Shutterstock.com
„Hilfe, mein Computer geht nicht mehr an“ – das kannst du tun!
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Wer schon einmal die Erfahrung gemacht hat, dass der PC nicht mehr angeht, der weiß, wie schwer es ist, nicht in Panik zu verfallen. Denn die Frage ist, warum will das Gerät, das zuletzt noch gut funktioniert hat, plötzlich nicht mehr einwandfrei starten. Ist die Festplatte, eine andere Hardwarekomponente oder gar die Software schuld? Nachfolgend werden „Erste-Hilfe-Maßnahmen“ bei PC-Startproblemen angeboten.

Wie ist das PC-Problem aufgetreten?

PC-Probleme können sich bereits vorher ankündigen. Eine Festplatte kann beispielsweise leichte Klopfgeräusche von sich geben, bevor sie kaputt geht. Diagnoseprogramme für die Festplatte können schon vorher andeutet, dass das Speichergerät nicht mehr einwandfrei funktioniert. Wenn sich dann die Festplatte mitten in der Arbeit mit einem lauten Geräusch verabschiedet, muss keine große Analyse mehr gemacht werden. Auch explodierende Elektrolytkondensatoren auf den Grafikkarten bedürfen aufgrund der Geräuschkulisse keine großartige Analyse mehr. Wenn der PC plötzlich nur einen Bluescreen anzeigt oder sich gar nicht mehr starten lässt, bedarf es meist einer eingängigeren Analyse. Die nachfolgende Auflistung kann unter Umständen bei der Identifizierung einer Fehlerquelle helfen.

PC gibt Warntöne ab

Wenn der PC nicht startet, aber Warntöne abgibt, dann kann es sein, dass das BIOS Fehler festgestellt hat. Das BIOS vollzieht einen Power-On-Self-Test und sendet bei Fehlern entsprechend Warntöne aus. Zu einem Mainboard gibt es auch ein Handbuch, indem die einzelnen Warntöne und deren Bedeutung erklärt sind. Ein Warnton kann beispielsweise bedeutet, dass der Arbeitsspeicherriegel nicht richtig im Slot sitzt oder kaputt ist.

Bekommt der PC Strom?

Wenn der PC nicht mehr startet, sollte als erstes die Stromversorgung überprüft werden. Das Netzteilkabel sollte mit der Steckdose verbunden sein. Des Weiteren sollte geklärt werden, ob das Netzteil (bei Desktop-PCs) eingeschaltet oder ausgeschaltet ist. Sind mehrere Geräte an einer Steckdosenleiste, sollte überprüft werden, ob diese noch Strom erhalten. Bei akkubetriebenen Laptops kann ein fehlerhafter Akku Probleme bereiten. Wenn der PC nicht mehr startet, sollte daher das Ladekabel angeschlossen werden.

Ist die Hardware funktionstüchtig?

Das Innenleben des Computers kann darüber Aufschluss geben, ob beispielsweise Elektrolytkondensatoren kaputt sind. Sind diese an Mainboard oder Grafikkarte aufgeplatzt oder riechen verbrannt, dann ist im entsprechenden Hardwareteil ein Defekt. Die Hardware muss dann ausgetauscht werden. Vor dem Hardwarecheck bzw. vor dem Aufschrauben des PCs, muss dieser von der Stromversorgung getrennt werden. Stecker aus der Steckdose und Netzteil ausschalten sollte ein Muss sein. Kann der Akku entnommen werden, sollte auch das vor dem Aufschrauben des PCs erfolgen.

Sind keine Elektrolytkondensatoren kaputt, sollte geprüft werden, ob die Hardware noch richtig angeschlossen ist. Sitzen die Verbindungskabel noch richtig, sitzt die Festplatte fest drin und sitzen die Steckkarten noch fest in den vorgesehenen Slots, sind Punkte, die überprüft werden sollten. Wenn ein neues Bauteil eingebaut wurde, sollte die korrekte Verbindung überprüft werden. Gleiches gilt für die Funktion der neuen Bauteile. Wenn der PC nach dem Einbau nicht mehr hochfährt, sollte das Gerät wieder ausgebaut werden und ggfs. die Kompatibilität mit PC oder Mainboard überprüft werden.

Ist das Netzteil ausreichend?

Wenn der PC nach dem Einbau eines neuen Bauteils, wie beispielsweise einer Grafikkarte oder einer zusätzlichen Festplatte nicht mehr startet, kann das am Netzteil liegen. PCs, die ab Werk mit 350-Watt-Netzteilen ausgeliefert werden, sind keine Seltenheit. Ein 350-Watt-Netzteil kann mit stromfressenden sowie zusätzlich eingebauter Hardware überfordert sein. Ein schwaches Netzteil sollte dann gegen ein stärkeres Netzteil ausgetauscht werden.

Sind die Lüfter verstaubt?

Bei verstaubten Lüftern (Lüftungsgitter, PC-Lüfter) kann es im PC zum Hitzestau kommen. Der PC schaltet sich dann zum Selbstschutz ab. Die Lüfter sollten in einem solchen Fall vom Staub befreit werden.

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Über Marvin 528 Artikel
Marvin hat seine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann 2011 bei der Deutschen Telekom AG abgeschlossen und bloggt seit 2014 regelmäßig rund um die Themen Ausbildung, Karriere, Wirtschaft und IT auf itsystemkaufmann.de. Außerdem hat er sich seit vielen Jahren dem Online-Marketing verschrieben und ist als selbstständiger Online-Marketing-Berater unter www.web-malocher.de tätig.

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