Ist CannaPower legal?

Vorsicht vor Abmahnungen und Viren

Screenshot der Website CannaPower
Das Portal CannaPower bietet u.a. zahlreiche mp3 zum Download an. Screenshot: uu.canna.to

Die Charts, Soundtracks, Hörbücher – auf CannaPower findet man alles, was das Musik-Herz höher schlagen und das Trommelfell vibrieren lässt. Und das Beste daran: Es ist kostenlos. Doch macht man sich damit strafbar? Kommt womöglich bald eine Abmahnung in den Briefkasten geflattert? Die Antwort folgt sofort.

Was ist CannaPower?

CannaPower ist eine Download-Börse für Musik und Hörbücher – Filme, Computerspiele, Streams oder Fotos sucht man dort vergebens. Jedoch befinden sich die Songs auf keinem eigenen Server von CannaPower; vielmehr weist die Website nur den Weg zu den einzelnen Downloads. Diese laufen über One-Click-Hoster: Nutzer können unmittelbar die Musik downloaden, auf ihrem Rechner speichern und dann genießen. CannaPower vermittelt folglich nur die Musik und bietet sie nicht selbst an – deshalb ist auch legal, die Website zu besuchen. Doch wer will schon gucken und dann nicht anfassen?

Sind die Musikdownloads legal?

Besucht man CannaPower und schaut sich nur die schönen Links an, begeht man keine Straftat. Doch was darüber hinausreicht, könnte mit einer Abmahnung enden: Die Musik ist urheberrechtlich geschützt – keine Plattenfirma hat großzügig die Einwilligung gegeben, dort kostenlos Musik herunterzuladen. Lädt man sich trotzdem einen Song herunter, erstellt man eine dauerhaft verfügbare Kopie. Weil man dafür nicht bezahlt hat, verletzt man das Urheberrecht und es ist illegal.

Ist eine Abmahnung wahrscheinlich?

Dass CannaPower nicht unschuldig vor dem Urheberrecht dasteht, sollte offensichtlich sein. Doch eine Straftat begehen und dafür bestraft werden, sind zwei Seiten einer Medaille. Wie wahrscheinlich sind also Abmahnungen mit einem hohen Bußgeld? Die Antwort ist ernüchternd: Die Chancen sind gering. Die One-Click-Hoster liegen meistens im Ausland – so sind sie und die Nutzerdaten für Behörden oft nicht erreichbar. Diese versuchen eher die ganze Website vom Netz zu nehmen; bisher aber ohne Erfolg. Aber trotzdem: Abmahnungen sind zwar unwahrscheinlich, jedoch nicht unmöglich.

Vorsicht: Virengefahr

Auf CannaPower finden sich viele Alben im komprimierten rar-Format. In diese nisten sich gerne Viren ein, die man beim Download nicht sofort erkennt. Entpackt man nun die Datei, verbreiten sich die Viren auf dem ganzen Rechner. Deshalb sollte man sich nur mit neuester Anti-Viren-Software durch die Musikdownloads wagen – und vor dem Entpacken die Dateien auf Viren kontrollieren. Es gibt aber noch eine andere Gefahr: gefälschte Websites mit ähnlicher URL – so beispielsweise CannaPower.be. Hier wird man schnell zur Kasse gebeten oder fängt sich beim Download einen Virus ein.

Alternativen zu CannaPower

Will man sich nicht strafbar machen, sollte man auf legale Streamingdienste zurückgreifen: Spotify, Ampya oder Simfy. So zahlt man im Monat einen kleinen Obolus oder nimmt nur ab und zu Werbung im Kauf – es ist aber beruhigender, als ständig eine Abmahnung fürchten zu müssen. Wer hingegen auf das Privileg der Kostenlosigkeit nicht verzichten will, kann auch auf YouTube Musik hören und mit dem “convert2mp3-Downloader” dort Musik herunterladen.

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Über Marvin 670 Artikel
Marvin hat seine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann 2011 bei der Deutschen Telekom AG abgeschlossen und bloggt seit 2014 regelmäßig rund um die Themen Ausbildung, Karriere, Wirtschaft und IT auf itsystemkaufmann.de. Außerdem hat er sich seit vielen Jahren dem Online-Marketing verschrieben und ist als selbstständiger Online-Marketing-Berater unter www.web-malocher.de tätig.

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