Leads kaufen – die Vor- und Nachteile

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Aufgeklapptes Notebook mit Kaffee und Notizblock davor
Foto: picjumbo_com/pixabay.com

Viele Unternehmen stellen sich die Frage, ob das Kaufen von Leads – also von B2B-Datensätzen – tatsächlich einen empfehlenswerten Weg darstellt, um die Verkaufszahlen zu steigern, oder sie sich damit nur selbst Schaden zufügen. Eine Antwort auf diese Frage ist gar nicht so einfach zu finden.

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Grundsätzlich handelt es sich bei dem Leadkauf um eine von zahlreichen Möglichkeiten, um in kurzer Zeit neue Leads zu generieren. Sicher ist allerdings, dass es für den Geschäftserfolg nötig ist, eine umfangreiche eigene Datenbank mit potentiellen Kunden und Kontakten aufzubauen.

Warum ein Leadkauf ein Fehler ist, zeigen die Nachteile, die mit diesem einhergehen. Welche das sind und ob sich auch Vorteile aus dem Leadkauf ergeben, erklärt der folgende Beitrag.

Gründe für den Kauf von Leads

Bei dem Kauf von Leads handelt es sich um einen sehr mühelosen Weg, um die eigene Liste an Interessenten auf einen Schlag zu erweitern. Bevor jedoch die endgültige Entscheidung für den Leadkauf getroffen wird, sollten einige Fragen beantwortet werden.

Zu diesen gehört beispielsweise, welche Erwartungen an die gekauften Leads bestehen, wie viele Leads benötigt werden und wie aktuell und ausführlich sich der Datensatz gestalten muss. Nachdem Antworten auf diese Fragen gefunden wurden, ist außerdem zu prüfen, ob der jeweilige Datensatz und der Anbieter wirklich sämtliche Anforderungen erfüllen können.

Vor- und Nachteile des Kaufs von Leads

Der Leadkauf geht vor allem mit dem Vorteil einher, dass durch diesen viel Zeit gespart werden kann. Falls ein seriöser Anbieter ausgewählt wird, kann der Leadkauf außerdem tatsächlich eine gute Quelle darstellen, um detaillierte und umfangreiche Datensätze zu erhalten. Daneben ist es möglich, die Kalkulation auf Basis eines festen Leadpreises vorzunehmen.

Allerdings sind in jedem Fall auch die gravierenden Nachteile zu bedenken, die der Kauf von Leads mit sich bringt. Zu diesen gehört zum Beispiel, dass eine Lead-Liste in der Regel mit hohen Kosten verbunden ist. Oft muss eigenständig außerdem eine zusätzliche Recherchearbeit betrieben werden, durch die sich die hohen Kosten pro Lead im Endeffekt kaum noch als lohnenswert erweisen. Darüber hinaus ist ebenfalls keine Exklusivität gewährleistet. Somit besteht das Risiko, dass ein direkter Wettbewerber über exakt den gleichen Datensatz verfügt.

Die Anbieter der Leads verkaufen die Datensätze nämlich häufig mehrmals. Jedoch sollte bedacht werden, dass sogar exklusive Leads keine Garantie dafür bieten, dass es zu einem erfolgreichen Abschluss kommt. Das Endergebnis ist schließlich stets davon abhängig, welche Informationen vorhanden sind und was aus diesen letztendlich gemacht wird.

DSGVO – Vorsicht bei dem Kauf von Datenbanken

Im Rahmen des Kaufs von Datenbanken für die Leadgenerierung lauern für Unternehmen jedoch noch weitere gefährliche Fallstricke. Diese betreffen vor allem die Vorgaben der DSGVO, der Datenschutzgrundverordnung. Es ist essentiell, dass die Unternehmen die genaue Rechtslage kennen und die verbundenen Risiken sorgfältig abschätzen können, die mit dem Leadkauf einhergehen.

Seit dem Jahr 2018 gilt die einheitliche DSGVO der EU, mit welcher die Handhabung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten geregelt wird. Grundsätzlich ist es unter der DGSVO zwar erlaubt, Firmenadressen zu erwerben und diese auch zu Zwecken des Marketings zu nutzen, allerdings müssen dabei einige Gesetze unbedingt berücksichtigt werden. Kann dies nicht gewährleistet werden, sollte von einem Kauf von Leads ohnehin generell abgesehen werden, da dieser dann zu hohe Risiken birgt.

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