VR: Was ist noch zu erwarten?

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Mann steht mit VR-Brille vor dem Fernseher.
Durch eine VR-Brille begibt sich der Benutzer in einen virtuellen Raum. Foto: XR Expo/unsplash.com

VR: Was ist noch zu erwarten?

Virtual Reality, vor nicht einmal zehn Jahren für viele noch ein Fremdwort. Doch schon im 20. Jahrhundert hatte ein Wissenschaftler eine revolutionäre Idee, die Erfindung eines Polarisationsfilters. Dieser ermöglichte es zwei Bilder zusammenzuführen, die aus unterschiedlichen Perspektiven aufgenommen wurden. Bis heute ist dies Teil der Virtual Reality Entwicklung. Doch wohin führen diese Entwicklungen in nächster Zeit? Ein kleiner Ausblick.

Wie funktioniert Virtual Reality?

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Zuallererst einmal einen Blick auf die VR-Technik: Durch eine VR-Brille begibt sich der Benutzer in einen virtuellen Raum, der in der Realität gar nicht existiert. Dieser wird durch Computertechnik generiert und ist im 360 Grad-Blickwinkel anwendbar. Das heißt, der Nutzer kann sich in diesem Raum bewegen – und zwar in alle Himmelsrichtungen. Die Bewegung kann auf verschiedene Arten erfolgen. Entweder über Teleportation von Ort zu Ort oder das Ganze geschieht über “Kamerafahrten”, die Welt bewegt sich also auf einen zu und nicht umgekehrt. Mit einer VR-Brille wird unser Bewusstsein überlistet, denn man glaubt, dass man an einem anderen Ort wäre, obwohl man es gar nicht ist.

Wie wird diese Technik genutzt und wo ist sie im Einsatz?

Die Virtual Reality Entwicklung ist bereits so weit, dass die Technik nicht nur als Spiel, sondern auch in Bildungs- und Unternehmensbereichen genutzt werden kann. So werden zum Beispiel virtuelle Museumsrundgänge simuliert oder aber in der Architekturbranche ist die Technik bereits weit verbreitet. Ein virtueller Rundgang durch das geplante Gebäude ist dadurch schon vor Baubeginn möglich und etwaige Korrekturen können kostengünstig im Voraus geplant werden.

Marktvolumen und Wachstumsprognose von Virtual Reality

Nach einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC wurden allein 2018 in Deutschland 115 Millionen Euro mit Produkten aus dem VR-Segment erwirtschaftet. Im Vergleich zu 2017 war dies ein Zuwachs von unglaublichen 38 Prozent. Die meistverkauften Produkte waren neben den VR-Spielen 360 Grad Videos und VR-Anwendungen.
Die Studie spricht von einem erwartbaren jährlichen Wachstum von durchschnittlich knapp 19 Prozent, sodass bereits 2023 laut PwC mit einem Marktvolumen von bis zu 280 Millionen Euro zu rechnen ist. Das Marktvolumen beinhaltet zwei große Bestandteile, knapp die Hälfte (145 Millionen) würden aus VR-Spielen erwirtschaftet werden, den anderen Teil (135 Millionen) aus VR-Videos sowie -Anwendungen.

Weltweite Entwicklung des VR-Marktes

Die Zahlen einer weltweiten Betrachtung sind noch viel immenser. 2016 lag das weltweit aus VR-Produkten erwirtschaftete Umsatzvolumen bei 1,8 Milliarden Euro. Bis 2023 wird dieser Wert auf 24,5 Milliarden Euro geschätzt. Das weltweite Wachstum im VR-Segment würde so innerhalb von 9 Jahren bei über 1360 Prozent liegen. Das Marktpotenzial ist also immens.

Wie kommt es zu dieser Prognose?

Begünstigt wird die Virtual Reality Entwicklung vor allem durch die sinkenden Preise sowie der steigenden Benutzerfreundlichkeit der entwickelten VR-Techniken und Hardware. Bislang waren die Kosten ein hindernder Faktor in der Marktexpansion.
Zudem investiert Facebook in eine eigene Virtual Reality Entwicklung. 2014 übernahm man das Start-up Oculus für 2 Milliarden US-Dollar. Mit allen weiteren Investitionen und Kosten ergab sich eine Gesamtsumme von 3 Milliarden US-Dollar. Vergleicht man das mit dem Marktvolumen von 2016 (1,8 Milliarden Euro), sieht man wie viel Marktpotenzial Facebook der VR-Technologie zutraut.

In den nächsten Jahren ist also eine rasante Entwicklung im VR-Segment zu erwarten. Die Einsatzgebiete der Virtual Reality sind eben auch grenzenlos.

 

Über Marvin 738 Artikel
Marvin hat seine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann 2011 bei der Deutschen Telekom AG abgeschlossen und bloggt seit 2014 regelmäßig rund um die Themen Ausbildung, Karriere, Wirtschaft und IT auf itsystemkaufmann.de. Außerdem hat er sich seit vielen Jahren dem Online-Marketing verschrieben und ist als selbstständiger Online-Marketing-Berater unter www.web-malocher.de tätig.

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