Welche Daten sollten auf einer seriösen Visitenkarte stehen?

Ratlose Frau
Welche Daten gehören auf eine Visitenkarte und welche nicht? Foto: RobinHiggins/pixabay.com

Eine gute Visitenkarte ist nicht nur ein wichtiges Werkzeug, um Informationen an Interessenten weiterzugeben. Visitenkarten bieten vielmehr die Möglichkeit, sich auf persönlicher Ebene zu verbinden. Aus diesem Grund werden gute Visitenkarten nicht durch digitale Tools ersetzt, denn bei diesen fehlt der menschliche Faktor. Eine gute Visitenkarte kann sogar Markenbotschafter sein. Sie vermittelt in einer kraftvollen und sinnvollen Art und Weise relevante Informationen darüber, wer man ist und was man tut.

Welche Daten und Informationen sollten auf einer Visitenkarte enthalten sein?

1. Logo und Slogan

Bevor darüber nachgedacht wird, welche Informationen auf die Visitenkarte gehören, muss auf jeden Fall das Logo und den Firmenslogan eingefügt werden. Als Markenbotschafter muss die Visitenkarte die Identität des Unternehmens (durch Formen, Farben und Wörter) zum Ausdruck bringen. Jeder Empfänger der Visitenkarte sollte in der Lage sein, dieselben Designelemente zu erkennen, die er auch auf Briefbögen, im Internet und in den physischen Geschäftsräumen findet. Weiterer Vorteil: Wer Visitenkarten drucken lassen möchte, kann den Auftrag auch zu jener Druckerei geben, die die Briefbögen etc. herstellt.

2. Name und Funktion

Obwohl offensichtlich, passieren exakt an dieser Stelle viele Fehler bei der Gestaltung von Visitenkarten. Der Name soll so darauf erscheinen, wie man angesprochen werden möchte. Wer Michael heißt, aber Mike genannt werden möchte, sollte auch Mike auf die Visitenkarte drucken. Eine Visitenkarte ist kein Passersatz, sondern dient vielmehr der Vorstellung der eigenen Person.

Als nächstes Element folgt die Funktion beziehungsweise Berufsbezeichnung. Als Freiberufler, Unternehmer oder Kleinunternehmer trägt man wahrscheinlich viele Hüte im Unternehmen. Welche Funktion soll auf der Visitenkarte erscheinen? Am besten ist es, diejenige Funktion abzubilden, die für den Empfänger der Visitenkarte am relevantesten ist.

Die meisten Visitenkarten, die bei Konferenzen und Networkingevents geteilt werden, verraten nicht, was die Person tatsächlich tut. Stattdessen steht neben dem Namen Geschäftsführer, Gründer oder Manager. Das klingt vielleicht schick, aber es ist einfach nicht hilfreich. Wenn die Visitenkarten später in aller Ruhe gesichtet und aussortiert werden, stellt sich die Frage, was der Job der Person war oder warum man in Kontakt treten sollte. Eine Visitenkarte von Markus, dem Gründer von Video Masters, verrät nicht viel. War Markus ein Kameramann? Oder im Videoschnitt tätig? Ein Drehbuchautor? Vergessen, Ablage Papierkorb!

Wer seine Position im Unternehmen auf der Visitenkarte behalten möchte, tut dies nach der Funktion. Zum Beispiel:

Video Masters
Markus Lehmann, Kameramann & Mitbegründer

3. Kontaktinformationen

Kontaktinformationen sind das zentrale Element einer Visitenkarte. Wer möchte, dass Leute ihn kontaktieren, muss die Visitenkarte dazu nutzen. Bei der Angabe der Kontaktdaten ist das Schlüsselwort “direkt”.

Durch die Art der Weitergabe von Hand zu Hand (vorzugsweise mit gleichzeitigem Augenkontakt) schaffen Visitenkarten eine persönliche Verbindung. Diese Verbindung soll nicht durch eine generische info@DomainName.de E-Mail oder die allgemeine Telefonnummer unterbrochen werden.

Soll eine physische Adresse auf der Visitenkarte stehen? Im Zweifel nur dann, wenn die physische Lage für das Geschäft entscheidend ist. Wenn man zum Beispiel Fotograf ist, so sollte die Anschrift des eigenen Fotostudios auf der Visitenkarte stehen. Wer jedoch als Texter von überall aus arbeitet, kann auf die Angabe der Anschrift verzichten. Diese Information ist in diesem Fall schlichtweg irrelevant.

4. Website

Was ist der Zweck, die URL der eigenen Website auf die Visitenkarten zu setzen? Nicht nur, um den Leuten zu zeigen, dass man eine hat. Das ist heutzutage fast eine Selbstverständlichkeit. Vielmehr soll die Webseite den Besuchern anbieten, mehr über das eigene Angebot und die Person zu erfahren.

Eine Seite mit einer Begrüßungsnachricht oder einem kurzen Video hilft dabei, sich zu präsentieren und mehr über die Angebote zu erfahren. Die Seite soll dazu dienen, die durch die Überreichung der Visitenkarte aufgebaute Verbindung zu vertiefen.

5. Social Media-Profile

Heute sollten auch die Social Media Profile Platz auf der Visitenkarte finden. Aber nicht alle. Vielmehr soll man Interessenten die Möglichkeit geben, sich zu verbinden und sie nicht mit einer Präsenz auf sämtlichen Plattformen beeindrucken. Besser ist es, nur die wenigen Kanäle aufzuführen, in denen Interessenten einen guten Eindruck der Arbeit bekommen können.

Wer zum Beispiel als Fotograf oder Kameramann ein aktives Instagram-Konto führt, sollte diese auf der Visitenkarte nennen. Auf der Visitenkarte sollten die stärksten Profile stehen.

6. Leerraum

Ja, der Leerraum ist so wichtig, dass er seinen eigenen Tipp auf der Liste bekommt. Visitenkarten, die mit Informationen überfüllt sind, verwirren. Dabei sollen sie einladen, in Verbindung zu treten. Unordnung lädt niemanden ein.

Leerraum muss natürlich nicht unbedingt “weiß” sein. Es bedeutet vielmehr, dass auf der Karte leerer Platz existieren muss, damit die vorhandenen Informationen unmittelbar zur Geltung kommen. Minimalistische Visitenkartendesigns enthalten alle relevanten Informationen ohne unnötige Unordnung.

7. Kreativität

Dieser letzte Tipp ist das A und O bei der Gestaltung von Visitenkartendesigns. Alle zuvor genannten Tipps fallen unter die Kategorie praktischer Ratschläge. Doch selbst wenn diese allesamt befolgt werden, ist es noch keine Motivation zur schnellen Kontaktaufnahme. Unabhängig davon, wie viele Karten verteilt werden.

Die Visitenkarte bietet die Möglichkeit zur kreativen Präsentation. Wer zum Beispiel in der Musikindustrie tätig ist, kann eine Visitenkarte in der Gestaltung eines Plattenspielers oder eines Klaviers verwenden. Wenn Fotograf ist, kann ein modernes Kamerakartendesign wählen oder sich für ein klassisches (aber immer noch kreatives) Design entscheiden, wenn das die Marke besser zum Ausdruck bringt.

Visitenkarten füllen Lücken, bringen zum Lachen und faszinieren. Was auch immer der eigene Geschmack und die Markenbotschaft sind, Visitenkarten sollen den Grund vermittelt, in Kontakt zu treten. Ist dieser Punkt erreicht, kann die Verbindung ausgebaut werden.

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Über Marvin 670 Artikel
Marvin hat seine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann 2011 bei der Deutschen Telekom AG abgeschlossen und bloggt seit 2014 regelmäßig rund um die Themen Ausbildung, Karriere, Wirtschaft und IT auf itsystemkaufmann.de. Außerdem hat er sich seit vielen Jahren dem Online-Marketing verschrieben und ist als selbstständiger Online-Marketing-Berater unter www.web-malocher.de tätig.

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