Wie funktionieren IP Gegensprechanlagen?

Moderne Gegensprechanlage an Hauswand
Foto: Bernard Hermant/unsplash.com

Das Internet ist nicht nur eine hervorragende Informationsquelle, es hat unser Leben grundlegend verändert. Nicht nur im Berufsalltag spielt es eine große Rolle. Das Internet der Dinge hat längst in den privaten Lebensbereich Einzug gehalten. Im Bereich der Haus- oder Wohnungstür geht es nicht ausschließlich um die Sicherheit, auch die Bequemlichkeit spielt eine Rolle.

Alles unter Kontrolle


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Wenn der Paketbote seine Tour absolviert, sind die meisten Empfänger nicht zu Hause. Er muss einen geeigneten Abnehmer für die Ersatzzustellung suchen. Findet er keinen, muss der Empfänger das Paket beim Paketdienst oder in der Postfiliale abholen. Ein unschöner Aufwand für alle Beteiligten. IP Türsprechanlagen können dieses Problem lösen. Sie ist mit dem Internet verknüpft und benachrichtigt den Wohnungsinhaber überall auf der Welt, wenn es zu Hause klingelt.

Noch besser: Über das Smartphone oder ein Tablet ist es möglich, mit dem Besucher zu kommunizieren. So kann der Paketempfänger dem Boten direkt erklären, bei wem er das Paket abgeben kann. Die IP Gegensprechanlagen lassen sich auch vom Urlaubsort aus bedienen. Wenn die Oma nach dem Rechten sehen wollte und klingelt, können Sie sie sogar über die Smartphone-App in die Wohnung lassen. Sie kann dann beispielsweise die Blumen gießen.

Ein weiterer Baustein auf dem Weg zum Smart Home

IT Türsprechanlagen verfügen zunächst über ähnliche Eigenschaften wie analoge Videosysteme. Neben der Stimme liefert eine Kamera das Bild von außen. Somit ist zweifelsfrei feststellbar, wer vor der Tür steht. Der Vorteil der IT-Lösung ist die Flexibilität, welche durch die Übertragung auf ein mobiles Endgerät erreicht wird.

So wird die Tür Bestandteil des Smart Home. Sie können von jedem beliebigen Ort der Welt, nicht nur sehen, wer klingelt, sondern bei Bedarf die Tür öffnen. Sinnvoll ist dies, wenn Sie auf Dienstreise sind und sich der Sohn oder die Tochter ausgesperrt hat. Der schöne Nebeneffekt: Sie sparen sich die teure Rechnung eins Schlüsseldienstes.

Die zwei Funktionsweisen

Doch wie kommen Klingeln, Sprache und Kamerabild ins Internet? Dafür gibt es zwei Alternativen. Über WLAN ist die Türsprechanlage kabellos mit einem Router verbunden. Bedingung ist, dass sich die Anlage in der Reichweite des Routers befindet. Der Einbau dieses Systems erfolgt vorrangig in Bestandsimmobilien. Die Stromversorgung wird über ein Kabel, etwa den alten Klingeldraht, oder eine Batterie realisiert.

Bei Neubauten kommt häufig ein Ethernet-Kabel zum Einsatz, das mit dem Router verbunden ist. Es tauscht nicht nur Daten und Signale aus, sondern sorgt auch für die Stromversorgung. Bei der Datenübertragung handelt es sich um sensible Daten, die über entsprechend sichere Leitungen transportiert werden. Während der Verarbeitung von Videoaufnahmen entsteht ein hohes Datenvolumen, das viele Hersteller über eine Cloud speichern. Dadurch muss der interne Gerätespeicher nicht übermäßig groß sein, was sich in einem günstigeren Anschaffungspreis bemerkbar macht.

Einfache Installation und Bedienung

Die Installation ist recht einfach. Beim Einbau einer kabellosen IP Gegensprechanlage ist lediglich darauf zu achten, dass die Entfernung zum Router eine sichere Übertragung der Signale zulässt. Normalerweise liegt die Reichweite je nach den baulichen Verhältnissen zwischen 50 und 100 Metern. Der Router selbst ist in vielen Haushalten schon vorhanden. Am bekanntesten ist die FRITZ!Box.

Mit einer IP Türsprechanlage lässt sich die Sicherheit deutlich erhöhen. Sie garantiert, dass Sie von überall auf der Welt sehen, wer an ihrer Haustür läutet.

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