Wie wird man Suchmaschinenoptimierer (SEO)?

Wie wird man Suchmaschinenoptimierer (SEO)?
Foto: ESB Professional/Shutterstock.com

In letzten Jahren hat sich, vor allem im SEO-Bereich, extrem viel getan. Die Veränderungen haben natürlich dafür gesorgt, dass SEO immer komplexer geworden ist – es ist daher keine Überraschung, dass immer mehr Menschen sogenannte „SEO Experten“ suchen. Ob in einer SEO-Agentur, als SEO Consultant, SEO Freelancer, SEO-Manager oder Inhouse SEO – tagtäglich trifft man auf neue Experten. Doch nur die wenigsten Experten sind auch tatsächlich derart gut, dass sie sich als Experten bezeichnen können. Die Gründe sind vielfältig: Einerseits gibt es keine richtigen Ausbildungen, andererseits vertrauen die Unternehmen vorwiegend Studenten, die keine Erfahrung haben – der klassische Hobby-Suchmaschinenoptimierer, der noch vor wenigen Jahren eingestellt wurde, hat heute kaum noch eine Chance am Arbeitsmarkt. Somit hat sich auch das Berufsbild verändert.

Wer einen Experten sucht, bekommt am Ende womöglich nur einen halbwegs passablen Suchmaschinenoptimierer, der jedoch noch einige Monate oder gar Jahre braucht, bis er tatsächlich alle Vorgaben so umsetzt, dass die Arbeiten auch als besonders gut eingestuft werden können. Wer sich für SEO entscheidet, der muss sich bewusst sein, dass er sich – aufgrund der ständigen Weiterentwicklung – auch permanent weiterbilden muss. Tagtäglich gibt es neue Erkenntnisse, neue Videos, neue Tests und neue Artikel, die sich allesamt mit SEO befassen. Das ist auch der Grund, warum es einerseits viele „Experten“ gibt, die andererseits nur über ein Halbwissen verfügen, weil sie nicht auf die neuesten Veränderungen reagieren. Wer sich daher für den Beruf des Suchmaschinenoptimierers interessiert, sodass er selbst zum SEO-Experten wird, muss sich bewusst sein, dass ständige Weiterbildungen und Recherchen besonders wichtig sind, sodass man am Ende nicht nur zum Experten wird, sondern auch ein Experte bleibt. Genau das ist auch das Hauptproblem: Man kann schon recht schnell zum Experten werden, darf sich aber keinesfalls ausruhen und muss sich immer wieder weiterbilden, sodass man den Expertenstatus nicht verliert.

Das Prinzip – was ist SEO?

SEO ist die Abkürzung für Suchmaschinenoptimierung und leitet sich von der englischen Bezeichnung „search engine optimization“ ab. Bei SEO handelt es sich um eine recht junge Wissenschaft – schlussendlich gibt es die Suchmaschinen auch erst seit einigen Jahren. Die digitale Welt hat sich aber derart schnell verändert, sodass es keine Überraschung war, dass zahlreiche neue Berufsfelder entstanden sind. Problematisch war das vor allem für die klassischen Ausbildungsinstitutionen – diese konnten, aufgrund der extrem schnellen Veränderungen, nicht so schnell reagieren. Heute gibt es zwar Studiengänge oder Kursangebote an den Universitäten und Fachhochschulen, die sich natürlich mit den Themen SEO und Suchmaschinenoptimierung befassen, jedoch – bezugnehmend auf die aktuellen Entwicklungen und Vorgänge – einen doch recht großen Rückstand haben. Wer sich also für den Beruf des Suchmaschinenoptimierers entscheidet, muss selbst aktiv werden und nebenbei auch Erkenntnisse einholen, die einerseits erst vor geraumer Zeit veröffentlicht wurden, andererseits auch vom Markt verlangt werden. SEO ist interessant, jedoch durchaus komplex. Wer sich für den Beruf des SEOs interessiert, wird relativ schnell feststellen, dass er sich – fast täglich – weiterbilden muss, damit er auch am neuesten Stand bleibt.

Was steckt hinter einer Suchmaschinenoptimierung?

Wer eine Suchmaschine nutzt und zwei Begriffe eingibt, weil ein bestimmtes Produkt oder ein bestimmter Artikel gesucht werden, so präsentiert Google bis zu 10 Suchergebnisse. Die Ergebnisse, die in weiterer Folge von der Suchmaschine angezeigt werden, basieren auf den Suchbegriffen – Google schlägt Seiten vor, die besonders geeignet sind. Die Suchmaschine achtet auf die Strukturen der Homepage und auf die sogenannte SEO-Optimierung – in weiterer Folge kann Google derart manipuliert werden, dass die Suchmaschine überzeugt ist, dass die Homepage X die besten Informationen liefert. Würde die Homepage Z die besten Informationen liefern, jedoch nicht SEO-optimiert sein, so ignoriert Google die Webseite. Natürlich möchten alle Seitenbetreiber, dass ihre Internetauftritte zuerst gefunden und angeklickt werden. In weiterer Folge wird Geld in Werbemaßnahmen gesteckt. Doch Werbemaßnahmen sorgen nicht dafür, dass die Seite ganz oben in den Suchergebnissen zu finden ist. Es gibt verschiedene Aspekte und Faktoren, die dafür sorgen, dass die Seite recht weit oben angezeigt und von den meisten Usern besucht wird. Hier kommt der Suchmaschinenoptimierer – der SEO – zum Zug. SEOs sorgen dafür, dass die Webseite gefunden wird. Sie ermitteln jene Begriffe, die ein extrem hohes Suchvolumen haben und können in weiterer Folge die Homepage derart optimieren, sodass sie recht weit oben angezeigt wird. Das macht natürlich auch Sinn – wer einen Artikel über Google sucht, wird sich in der Regel mit den ersten Treffern befassen. Die zweite Seite mag – unter Umständen – noch interessant sein; die dritte Seite wird bereits ignoriert.

Wird der Webauftritt also nicht unter die ersten 10 oder 15 Treffer gelistet, wird die Seite wohl in weiterer Folge vom User ignoriert werden. Der SEO überprüft also zuerst die Suchanfragen und achtet auf das Suchvolumen. Doch das ist nur die Spitze des sogenannten Eisbergs – zu beachten sind etwa die Trafficquellen, der Content und auch die Anzahl der Keywords. Vor Jahren hat es noch genügt, wenn die Webseite programmiert und online gestellt wurde. Heute sind derartige Vorgänge zwar noch notwendig, reichen aber schon lange nicht mehr aus. Nur dann, wenn die Seite auch optimiert wurde, kann sie von einer Suchmaschine gefunden werden. Hier spricht man von der SEO-Optimierung. Genau hier kommt der SEO zum Zug, der dafür sorgt, dass die Webseite derart auf- oder umgebaut wird, sodass sie noch besser gefunden werden kann.

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Welche Grundvoraussetzungen sollten erfüllt werden?

Wer sich für den Beruf des Suchmaschinenoptimierers entscheidet, der hat keinen „richtigen Weg“ vor sich. Jedoch gibt es verschiedene Disziplinen und auch Themenbereiche, die dafür sorgen, dass der eingeschlagene Weg zum Erfolg führt. Der SEO muss, anders als andere Berufsgruppen, zahlreiche Informationen einholen, die ausschließlich im Internet zu finden sind. Wer glaubt, dass Kurse oder Weiterbildungsmaßnahmen helfen, der irrt. Nur dann, wenn auch Eigeninitiative erfolgt, kann man zum erfolgreichen Suchmaschinenoptimierer werden. Folgende „Grundvoraussetzungen“ sollten erfüllt werden, damit man ein erfolgreicher SEO werden kann:

  • Technisches Grundwissen über Web-Technologien
  • Die Fähigkeit, sich das Wissen über neue Technologien anzuwenden
  • Gutes Allgemeinwissen
  • Zu erkennen, was die „Zielgruppen“ tatsächlich möchten
  • Flexibilität und Spontanität
  • Einfühlvermögen in die Funktionsweise der zahlreichen sozialen Netzwerke
  • Neugierig sein

Was muss der SEO machen?

Die Grundvoraussetzungen sind geklärt. Nun stellt sich die Frage, was ein SEO überhaupt machen muss. Auf den ersten Blick scheint die Überarbeitung einer Homepage nur eine bedingt schwere Arbeit zu sein. Jedoch beweist ein Blick in die Tiefe, dass der SEO recht viele Aufgaben hat, die am Ende dafür sorgen, ob die Homepage zum Erfolg wird oder nicht.

Die Keywordrecherche

Bevor eine neue Seite oder Unterseite erstellt wird, muss der SEO im Vorfeld überprüfen, ob die Thematik überhaupt für die Nutzer interessant ist. Der SEO überprüft im Vorfeld, welche Suchanfragen es gibt, wie groß das Suchvolumen der einzelnen Keywords ist und erstellt einen Leitfaden. Er analysiert also die Keywords, das Suchvolumen und achtet auf das Wording zum Thema – in weiterer Folge kann er die Seite oder Unterseite aufbauen.

Keywordmonitoring

Wird die Seite zu bestimmten Keywords gefunden, dann ist nicht nur die Position von erheblicher Bedeutung – es ist auch wichtig, dass der SEO überprüft, wie sich die einzelnen Keywords entwickeln. Keywords werden vom Marketing oder Unternehmen bestimmt – die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die potentiellen Kunden bestimmte Keywords nutzen, sodass sie auf die Seite kommen. Mittels Keywordmonitoring ist es möglich, dass der SEO auf Veränderungen reagieren kann. Haben sich nämlich die Haupt-Keywords verändert, so kann der SEO diese anpassen, sodass die alten Keywords durch die neuen Begriffe ersetzt werden. Schlussendlich können die Unternehmen zwar die Keywords vorgeben, jedoch lassen sich die User nicht vorschreiben, welche Keywords sie tatsächlich nutzen sollen. Mitunter kann sich das Wort auch verändern, sodass der SEO reagieren muss – die Vorgaben des Unternehmens müssen daher mitunter angepasst oder neu diskutiert werden.

Die Erstellung einer Site Clinic

Soll der SEO die Webseite betreuen, dann sollte er eine Site Clinic einrichten. Über die Site Clinic ist es möglich, dass alle Defizite angezeigt werden können. Der SEO bekommt also einen Überblick über die vorhandenen Probleme und muss diese aus der Welt schaffen. Der Vorteil ist, dass der SEO nicht blind arbeitet – er weiß, welche Probleme vorliegen und sollte in weiterer Folge auch wissen, wie die Probleme beseitigt werden können.

Die Crawlingauswertung

Wer sehen will, wie die Suchmaschine die Seite sieht, so muss der SEO die Seite – aus Sicht der Suchmaschine – crawlen. Nun folgt die Analyse. In weiterer Folge werden die Ergebnisse der Analyse ausgewertet. Für derartige Vorgänge benötigt der SEO ein Programm, sodass die Seite aus der Sicht der Suchmaschine betrachtet werden kann. Derartige Erkenntnisse sind extrem wichtig, da die Crawlingauswertung dazu führt, dass weitere Optimierungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und direkte Maßnahmen gesetzt werden können. Der SEO muss also wissen, wie die Homepage – aus Sicht der Suchmaschine – aussieht, damit er noch effektiver und effizienter arbeiten kann!

Die Erstellung von Linkmodulen

Sodass der Suchmaschinencrawler die gesamte Homepage betrachten kann, muss er auch alle Seiten und auch alle Unterseiten erreichen können. Somit muss der SEO darauf achten, dass der Crawler verschiedene Navigationsmöglichkeiten bekommt, sodass er nicht nur auf einer Seite verbleibt. Somit gehört die interne Verlinkung zu den wichtigsten Aufgaben des SEOs, der darauf achten muss, dass die Links auch funktionieren oder mitunter aktualisiert werden.

Backlinkanalysen

Heutzutage will man nicht nur wissen, wer auf der eigenen Homepage verlinkt wird – man will auch wissen, wie genau verlinkt wird. Um diese Informationen zu bekommen, muss der SEO eine Backlinkanalyse durchführen. Schlussendlich nutzen die Suchmaschinen die Backlinks für die Bewertung der Seite. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Backlinks überprüft und in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden. Tote Backlinks, also Verlinkungen, die auf nicht mehr aktuelle Seiten führen, sorgen für eine schlechtere Bewertung der Seite. Es ist daher besonders wichtig, dass die Backlinks in regelmäßigen Abständen überprüft und gegebenenfalls erneuert werden.

Bei diesen Aufgaben handelt es sich natürlich nur um ein paar Beispiele. Der SEO muss zahlreiche Aufgaben übernehmen; in vielen Fällen sind auch individuelle Arbeiten zu erledigen, sodass dem SEO bewusst sein muss, dass er auch flexibel und spontan sein sollte, wenn er sich für diesen Beruf entscheidet. Es gibt keine 0815-Aufträge, keine strikten Vorgaben und auch keine vorgefertigten Strukturen – jede Webseite ist anders! Natürlich bedeuten die individuellen Arbeiten auch, dass der SEO Diskussionen führen muss, sofern er der Meinung ist, die Keywords haben sich verändert, das Unternehmen aber darauf besteht, dass nur die alten Begriffe verwendet werden sollen. Der SEO muss somit auch an Konferenzen teilnehmen und sich mitunter den Fragen oder Vorgaben der Verantwortlichen stellen.

Die wird man zum Suchmaschinenoptimierer?

Wer sich heute für den Beruf des Suchmaschinenoptimierers interessiert und der Meinung ist, diesen Beruf erlernen zu wollen, kann verschiedene Wege einschlagen. Fakt ist: Es gibt keine „richtige“ oder „falsche“ Ausbildung – es gibt mehrere Möglichkeiten, die alle zum Erfolg führen können. Jedoch nur dann, wenn der zukünftige SEO auch selbst aktiv wird und sich nicht nur auf die Lehrgänge verlässt.

Von der Universität in den Job

Wer direkt von der Uni kommt und in einem Unternehmen beginnt, welches einen SEO-Manager sucht, wird recht schnell feststellen, dass die Erfahrung fehlt. Es sind vor allem auch die wenigen SEO-Experten, die am Ende dazu führen, dass viele Unternehmer auf der Suche nach Uni-Absolventen sind, weil „die das ja können müssen“. Leider ist das nicht immer der Fall. Wer die Chance bekommt, sollte daher nicht sofort den großen Experten spielen, sondern an Konferenzen teilnehmen, Meetings planen, Stammtische besuchen und dafür sorgen, dass er sich ständig mit dem Thema SEO befasst und immer mehr Informationen bekommt. Nur so ist es möglich, dass man besser wird und irgendwann einmal dem Stellenprofil auch gerecht wird. Des Weiteren sollten sich die Job-Anfänger mit anderen Kollegen unterhalten, sich mit SEO-Experten austauschen und neue Kontakte knüpfen, die einem auch zur Seite stehen, wenn irgendetwas nicht funktioniert.

Bachelor E-Commerce

An der FH Würzburg gibt es den Studiengang „E-Commerce“. Dabei handelt es sich um ein Hybrid aus Informatik und Wirtschaftswissenschaften. Der Fokus wird – bei jedem Fachgebiet – auf das Internet gelegt. Der Schwerpunkt liegt bei der Programmierung.

Quereinsteiger

Die SEO-Branche ist auch für Quereinsteiger geeignet. Es gibt viele SEO-Experten, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Jedoch haben die letzten Jahre gezeigt, dass immer weniger Hobby-SEOs den Schritt wagen und zum SEO-Experten werden. Das liegt wohl an der Tatsache, dass immer mehr Agenturen und Unternehmen „ausgebildete Experten“ wollen. Das ist mitunter auch das größte Problem – da es noch keine richtigen Ausbildungswege gibt, besteht die Gefahr, dass der Uni-Absolvent, der die Stelle bekommt, weniger Ahnung als der Hobby-SEO hat, der sich aktiv mit dem Thema befasst hat.

Trainee

Heute gibt es verschiedene Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die von Agenturen oder auch größeren Unternehmen angeboten werden. Im Internet finden sich sogar eigene Trainee-Blogs. Wer sich für ein Trainee-Programm entscheidet, sollte im Vorfeld Informationen über das Unternehmen einholen. Zu beachten ist, dass derartige Programme 12 bis 18 Monate dauern. Auch wenn die Bezahlung gering ist, so lernt man doch relativ viel. Wichtig ist die Frage, ob es – nach dem Ende des Programms – eine fixe Anstellung gibt. Wer in den 12 bis 18 Monaten überzeugt, kann sich am Ende wohl über einen neuen Arbeitgeber freuen.

Werkstudent

In vielen Fällen kommen viele SEO-Interessierte erst durch eine Werkstudentenstelle mit der Suchmaschinenoptimierung und dem Beruf SEO in Kontakt. Das kann durchaus ein guter und vernünftiger Weg sein – problematisch ist jedoch die Tatsache, dass es doch einige schwarze Schafe gibt. Agenturen und Unternehmen schreiben zwar „SEO“ in die Ausschreibung, meinen dabei aber nur „SEO texten“ für diverse Artikelverzeichnisse, sind billige Content-Portale oder Social Bookmarks. Fakt ist, dass einem Werkstudenten nicht alle notwendigen Aspekte von SEO beigebracht werden können – dafür genügt die Zeit nicht. Jedoch kann man, wenn man sich für SEO interessiert, sich mit der Materie anfreunden und am Ende entscheiden, ob der Beruf des SEOs tatsächlich eine Option ist oder nicht.

Die AFS-Akademie

Seit rund einem Jahr gibt es die sogenannte AFS-Akademie, die von Gerald Steffens gegründet wurde. Die AFS-Akademie bietet eine sechsmonatige Ausbildung an – in diesem halben Jahr sollen alle relevanten Themen der Suchmaschinenoptimierung angesprochen und gelehrt werden. Die Referenten sind bekannte Gesichter aus der Branche – hier kann man sehr wohl einige Informationen sammeln und durchaus eine Menge lernen. Die Akademie kann zudem auch berufsbegleitend besucht werden.

Google Analytics für SEO
Foto: Lalmch/Pixabay.com

Welche Eigenschaften benötigen SEOs?

Neugier ist besonders wichtig. Wer wissen will, wie Dinge entstehen und wie sich in weiterer Folge entwickeln, welche Maßnahmen zum Erfolg führen und welche Akzente wichtig sind, damit das ganze Ding auch läuft, wird die Arbeit des SEOs unglaublich spannend finden. Der SEO sollte auch ein analytisches Denken haben. Zahlen müssen interpretiert und verschiedene Zusammenhänge verstanden werden. Schlussendlich muss der SEO viele Tests durchführen und die Ergebnisse analysieren und in Empfehlungen verwanden. Nur dann, wenn der SEO mit den Rohdaten arbeitet und am Ende auch weiß, welche Ergebnisse zu beachten sind, wird er in weiterer Folge die richtigen Schlussstriche ziehen können.

SEOs müssen sorgfältig sein. Der SEO darf keinesfalls unsauber arbeiten oder diverse Dinge ignorieren. „Passt schon“ oder „egal“ – das sind Worte, die keinesfalls von einem SEO ausgesprochen werden dürfen. Der SEO muss korrekt sein, die Zusammenhänge verstehen und darf sich nie auf den Zufall verlassen. Die ganze Arbeit basiert auf verschiedenen Strategien und Maßnahmen. Nur so wird das Projekt auch zum Erfolg. SEOs müssen zudem auch kommunikativ sein. Es ist wichtig, dass der SEO mit anderen Kollegen Rücksprache hält, sich mit weiteren SEO-Experten austauscht und darauf achtet, dass er die Wünsche der Kunden auch versteht.

Vom Anfänger zum Experten

Viele Menschen bezeichnen sich als SEO, haben jedoch kaum eine Ahnung von der Materie. Doch was muss ein SEO machen, damit er auch wirklich zum Experten wird?

  • Der SEO sollte sich einen Feedreader besorgen und tagtäglich die neuesten Erkenntnisse zum Thema SEO lesen und beachten, ob es irgendwelche Veränderungen gegeben hat
  • Der SEO sollte Twitter nutzen und den erfolgreichsten SEOs folgen – auf Twitter gibt es immer wieder interessante Themen, die von den Experten behandelt und besprochen werden
  • Konferenzen gehören einfach dazu – auch wenn der SEO bereits 95 Prozent der Inhalte kennt, so sind es gerade jene 5 Prozent, die am Ende dafür sorgen, dass neue Erkenntnisse gewonnen wurden, die dazu führen, dass der SEO noch besser wird
  • SEO-Treffen und Stammtische dürfen ebenfalls nicht ignoriert werden – nur dann, wenn sich der SEO mit seinen Kollegen austauscht, kann er in weiterer Folge noch besser werden
  • Eigene Projekte verbessern die Strategie – es muss sich dabei aber nicht um riesige Projekte handeln; am Ende genügt ein kleiner Blog, der dahingehend bearbeitet und auch als Testobjekt benutzt werden kann
  • Die Erfahrung sorgt dafür, ob der SEO erfolgreich wird oder nicht – je länger der SEO im SEO-Bereich aktiv ist, desto besser wird er werden

Ein nicht zu unterschätzendes Projekt

Ist Suchmaschinenoptimierer ein richtiger Traumjob? Natürlich scheiden sich hier – wie fast überall – die Geister. Einerseits kann SEO viel Spaß machen. Wer sich gerne mit Internetauftritten befasst, zudem die Hintergründe verstehen will und sich auch Gedanken über die Kunden machen möchte, die in weiterer Folge die Seite besuchen sollen, wird den Beruf des SEOs wohl lieben. Natürlich auch deshalb, weil der SEO relativ selbständig seiner Arbeit nachgehen kann und selbst für seinen Erfolg verantwortlich ist. Problematisch wird es jedoch, wenn der SEO bemerkt, dass die ganzen Zusammenhänge, die er am Ende verstehen muss, nur bedingt nachvollziehen kann. Nur dann, wenn der SEO ein Gespür für Menschen und auch für die neue Technologie hat, wird er Projekte realisieren, die am Ende einen extremen Erfolg mit sich bringen werden. Ist aber schon der eingeschlagene Weg, damit man überhaupt zum SEO wird, steinig und von Misserfolgen geprägt, sollte man sich vermutlich in eine andere Richtung entwickeln. Nicht alle Menschen, die sich mit der Materie befassen und gerne diverse Webseiten betreuen, sind auch für diesen Beruf gemacht.

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Über Marvin 571 Artikel
Marvin hat seine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann 2011 bei der Deutschen Telekom AG abgeschlossen und bloggt seit 2014 regelmäßig rund um die Themen Ausbildung, Karriere, Wirtschaft und IT auf itsystemkaufmann.de. Außerdem hat er sich seit vielen Jahren dem Online-Marketing verschrieben und ist als selbstständiger Online-Marketing-Berater unter www.web-malocher.de tätig.

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