Zentraler Netzwerkspeicher für zuhause: Tipps zur Kaufentscheidung

Zentraler Netzwerkspeicher für zuhause: Tipps zur Kaufentscheidung
Ob für den privaten Einsatz oder für die Verwendung im Unternehmen: Netzwerkspeicher (NAS) sind absolut sinnvoll, um Daten zu sichern und auszulagern. Foto: itsystemkaufmann.de
Zentraler Netzwerkspeicher für zuhause: Tipps zur Kaufentscheidung
Bewerte diesen Beitrag

Speicherplatz wird immer benötigt und es gibt nie zu viel Speicherplatz. Ein leidenschaftlicher Musikhörer speichert vermutlich sehr viel Musik auf dem Computer. Im Durchschnitt verbraucht eine Musikdatei im MP3-Format ungefähr 5 bis 10 Megabyte. Das liegt an der Länge der Musikdatei sowie an der Qualität (128 kbit/s oder 320 kbit/s). Ein Videoblogger speichert täglich mehrere Gigabyte an Videomaterial, welches zu einem einheitlichen Video zusammen geschnitten werden muss. Ein Fotograf braucht ebenfalls viel Speicherplatz, da bereits ein Foto von der Digitalkamera ungefähr 20 Megabyte im RAW-Format verbraucht. Schnell wird eine Sache klar: Es muss noch mehr Speicherplatz her!

Besonders beliebt sind sogenannte Netzwerkspeicher, die es in verschiedenen Preisklassen zu kaufen gibt. Worauf es vor dem Kauf zu achten gilt, erläutert dieser Artikel.

Verschiedene Ausführungen: Ein Fluch für den Käufer

Jeder Computer ist in der Lage Dateien ins Internet freizugeben. Allerdings ist das keine Dauerlösung, da der Computer ständig laufen muss und somit viel Strom verbraucht. Das sogenannte Network Attached Storage, auch kurz NAS genannt, soll das Ganze besser machen. Von kleinen Boxen, die auf jedem Arbeitstisch Platz nehmen können bis zu riesigen Schränken – die Auswahl an Netzwerkspeichergeräten ist groß. Bereits für einen Preis ab ca. 120€ ist ein kleines Netzwerkspeichergerät verfügbar, welches so gut wie allen Ansprüchen von kleinen Unternehmen und Privatpersonen gerecht wird.

Es spielt keine Rolle, ob sich der Käufer für einen kleinen Netzwerkspeicher oder einen großen entscheidet. Die Geräte unterscheiden sich meistens im Preis und im Speicherplatz. Sie liefern aber tatsächlich ungefähr die gleiche Leistung. Die Funktionen unterscheiden sich kaum und die Dateien werden auf einem speziellen Fileserver, der unter dem Betriebssystem Linux verwaltet wird, gespeichert. Der Benutzer kommt mit dem Betriebssystem überhaupt nicht in Berührung. Die Speicherplatzverwaltung läuft über eine Web-Oberfläche.

Netzwerkspeicher vs Cloud-Server

Das Netzwerkspeichergerät wird über das LAN-Kabel mit dem Heimnetzwerk verbunden. Dabei lässt sich der Speicherplatz viel schneller verwalten als durch die Cloud-Server. Natürlich gibt es einen Vorteil von den Cloud-Servern im Vergleich zu dem Netzwerkspeicher. Bei den Cloud-Servern Google Drive, Dropbox und iCloud-Drive sind alle Dateien zu jeder Zeit abrufbereit, auch wenn man sich nicht zu Hause befindet. Doch welchen Preis zahlt der Nutzer solcher Cloud-Server? Der Preis im übertragenen Sinne ist groß. Der Nutzer zahlt mit seiner Privatsphäre, denn mit Sicherheit kann keiner sagen, ob die Daten nicht an Dritte weitergegeben werden. Natürlich argumentieren viele mit der Möglichkeit, die Dateien zu verschlüsseln. Entscheidet sich der Nutzer für die Verschlüsselung der Dateien, entfällt der Zugriff von mobilen Endgeräten auf die Dateien. Somit wird der Nutzer eingeschränkt und gewinnt gar nichts. Deshalb ist es logischer und sicherer, sich ein vernünftiges Netzwerkspeichergerät anzuschaffen.

Kompakt, sparsam und preiswert

Wahrscheinlich kommt für 80 Prozent der Nutzer nur ein kompaktes und preiswertes Netzwerkspeichergerät infrage. Das liegt wohl daran, weil die meisten für den Privatbereich nicht all zu viel Speicherplatz, wie Großunternehmen benötigen werden. Selbst kleine Unternehmen kommen mit den kleinen Netzwerkspeichergeräten gut aus. Daher möchten wir das Thema bisschen genauer erörtern.

Das Netzwerkspeichergerät ist für die Bereitstellung von Speicherplatz im eigenen lokalen Netzwerk, durch LAN optimiert. Bei den Netzwerkspeichergeräten, die auch SOHO „Small Office and Home Office“ genannt werden, handelt es sich um sehr kompakte Geräte. Diese werden mithilfe des Gigabit-Ethernet-Anschlusses, mit mehreren Festplatten verbunden und stellen Speicherplatz im gesamten Heimnetzwerk zur Verfügung. Somit verschwinden die unzähligen Kabel und es besteht keine Notwendigkeit, den Computer an eine externe Festplatte anzuschließen. Alles wird über das Heimnetzwerk miteinander verbunden. Mithilfe des Computers wird auf den Speicherplatz im lokalen Netzwerk zugegriffen. Der Nutzer hat die Möglichkeit per Browser den Speicherplatz zu verwalten. Regelmäßig bringen die Hersteller der Netzwerkspeichergeräte neue Updates raus. Somit werden Fehler ausgebügelt und Sicherheitslücken geschlossen.

Welches Netzwerkspeicher für Home Office kaufen?

Das Netzwerkspeichergerät wird über das LAN-Kabel oder eine USB-Schnittstelle mit dem Router verbunden. Nach einer kurzen Einrichtung steht der Speicherplatz im lokalen Netzwerk zur Verfügung und kann genutzt werden. Dadurch, dass die Möglichkeit besteht, das Netzwerkspeichergerät über zwei verschiedene Wege mit dem Router zu verbinden, ergeben sich zwei unterschiedliche Lösungsansätze für die Nutzung des Netzwerkspeichers.

Die meisten Nutzer entscheiden sich für die ganz normale und handelsübliche Methode – den Anschluss per LAN-Kabel. Die USB-Methode hingegen ist etwas, womit sich Geld sparen lässt. Daher ist es empfehlenswert auf eine kostengünstige Alternative zu greifen – den USB-Stick. Viele werden sich die Frage stellen, wie das überhaupt möglich ist, da der USB-Stick nicht für den Dauereinsatz bestimmt ist. In der Tat ist es möglich, einen ganz normalen USB-Stick als Netzwerkspeicher für Home Office zu nutzen. Dabei muss der Nutzer darauf achten, nicht zu viele Dateien zu speichern. Am besten eignet sich ein USB-Stick als Alternative zum Netzwerkspeichergerät nur dann, wenn nur Dokumente gespeichert werden. Dokumente belegen nur wenig Speicherplatz, können aber auf dem Computer für Unordnung sorgen. Daher kann sich der Nutzer ein Netzwerkspeicher für Dokumente im lokalen Netzwerk einrichten und für immer die Unordnung auf dem Computer vergessen. Für alle anderen empfiehlt sich der Kauf eines kostengünstigen Netzwerkspeichers, welches mehrere Festplatten aufnehmen kann und somit problemlos Speicherplatz für alle nötigen Dateien zur Verfügung stellt.

Bestseller Nr. 2
Synology DS218J 2 Bay Desktop-NAS-Gehäuse
Synology - Zubehör
182,00 EUR

Letzte Aktualisierung am 20.01.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Du möchtest nichts verpassen?

Gib deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und regelmäßig Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten ein. 

Über Marvin 543 Artikel
Marvin hat seine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann 2011 bei der Deutschen Telekom AG abgeschlossen und bloggt seit 2014 regelmäßig rund um die Themen Ausbildung, Karriere, Wirtschaft und IT auf itsystemkaufmann.de. Außerdem hat er sich seit vielen Jahren dem Online-Marketing verschrieben und ist als selbstständiger Online-Marketing-Berater unter www.web-malocher.de tätig.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.