Ein Fernstudium der Wirtschaftsinformatik bedeutet viel Arbeit und erfordert eine hohe Motivation. Doch der Aufwand lohnt sich, denn der Studiengang öffnet den Weg zu einer hervorragenden beruflichen Karriere. Durch die Kombination von betriebswirtschaftlichem und informationstechnischem Wissen sind Wirtschaftsinformatiker sehr gut dazu geeignet, Führungs- und Fachaufgaben in zahlreichen Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen zu übernehmen.

Fernstudium Wirtschaftsinformatik an der IUBH
  • Online-Klausuren: jederzeit, überall, sofort
  • 4 Wochen lang kostenlos testen
  • iPad Mini Retina gratis
  • Voll- und Teilzeitstudium
  • Berufsbegleitend studieren
  • Studieren auch ohne Abitur
Kurz vorgestellt: Fernstudium Wirtschaftsinformatik
Foto: dotshock/Shutterstock.com

Für wen ist ein Fernstudium zum Wirtschaftsinformatiker geeignet?

Zu den persönlichen Voraussetzungen für einen angehenden Wirtschaftsinformatiker gehören neben guten Kenntnissen der Mathematik vor allem logisches, strukturiertes und analytisches Denken. Eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung ist von Vorteil. Gefragt sind außerdem Interesse für die Informationstechnik und vor allem Ehrgeiz und Durchhaltevermögen. Hinzu kommen gute Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache und der sichere Umgang mit Betriebssystemen wie MS Windows , Office-Suites wie MS Excel, MS Word etc., dem Internet und Cloud-Computing.

Welche Aufgaben kommen auf einen Wirtschaftsinformatiker zu?

Durch ihr betriebswirtschaftliches und IT-spezifisches Wissen sind Wirtschaftsinformatiker in der Lage, zahlreiche Fach- und Führungsaufgaben in vielen Unternehmen in verschiedensten Branchen wahrzunehmen. In der Regel ist ein Wirtschaftsinformatiker bei einem Unternehmen angestellt und kümmert sich um die Lösung der zahlreichen IT-Fragen. Das Arbeitsumfeld und der Tätigkeitsbereich hängen stark von der gewählten Spezialisierung ab. Viele Studienabsolventen sind als IT-Berater tätig und betreuen einzelne Fachbereiche eines großen Unternehmens oder lösen IT-Probleme bei Fremdfirmen. Zu den Aufgaben gehören das Entwickeln und Umsetzen von neuen IT-Lösungen und die Weiterentwicklung von IT-Strategien. In vielen Fällen sind dazu auch die Erstellung von Schulungskonzepten und die Schulung der Mitarbeiter erforderlich. Wirtschaftsinformatiker prüfen außerdem, ob die vorhandenen IT-Systeme im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Effektivität und Sicherheit noch den aktuellen Anforderungen entsprechen. Darüber hinaus entwerfen Wirtschaftsinformatiker Datenbanksysteme und erstellen webbasierte Informations- oder -management-Systeme. Zudem optimiert er interne Informations- und Kommunikationsprozesse. Hauptarbeitsgerät ist der Computer, der Arbeitsplatz ist das Büro, letzterer kann aber auch in den Bereichen Werkstatt, Produktion oder Messen liegen. Die Bereitschaft zu gelegentlichen Dienstreisen sollte vorhanden sein. Auch Einsätze im Ausland sind möglich. Die folgenden Aufgaben und Tätigkeiten gehören zum Arbeitsalltag eines Wirtschaftsinformatikers:

Analyse und Entwurf

  • Analyse der Geschäftsprozesse und Arbeitsabläufe
  • Analyse der Unternehmens-Effizienz
  • Datenbeschaffung und Analyse
  • Untersuchung bestehender Informations- und Kommunikationssysteme
  • Untersuchung von Datenströmen und Schnittstellen
  • Kosten-Nutzen-Analyse von Geschäftsprozessen und Arbeitsabläufen

Systementwicklung und -pflege

  • IT-Bedarfsanalyse
  • Beobachtung von Markttrends
  • Platzierung neuer IT-Produkte im Markt
  • Bedarfsanalyse für neue Software
  • Anpassung vorhandener Software
  • Integration von Standard-Software
  • Konzeption von Intranet- und Internet-Auftritten
  • Konzeption von E-Commerce-Auftritten
  • IT-Sicherheit planen und umsetzen
  • Pflichtenhefte für IT-Lösungen ausarbeiten
  • Verfassen von Bedienungsanleitungen und Handbüchern

Betriebliche IT-Netzwerke

  • Wartung und Optimierung
  • Datensicherung organisieren und durchführen
  • Benutzerservice organisieren

Organisation und Koordination

  • Leitung von IT-Projekten (bei entsprechender Erfahrung)
  • Revision aller IT-Systeme, Geschäftsprozesse und Anwendungen

Informations- und Datenmanagement

  • Entwurf und Pflege von Datenbanksystemen
  • Einführung von Datenbanksystemen
  • Überwachung der Datensicherheit
  • Programmieren in Java, C++, C# oder anderen Sprachen.
  • Erstellen von Datenbanken mit SAP oder MySQL.
  • Programmieren von SharePoint- und andere Web-Anwendungen
  • Programmierung oder Optimierung von Software-Lösungen
  • Zusammenarbeit mit externen Entwicklern

Beratung und Schulung

  • Beratung von Kunden und Anwendern
  • Erarbeitung von Schulungskonzepten
  • Durchführung von Mitarbeiterschulungen
  • Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen

Einem Wirtschaftsinformatiker stehen beruflich sehr viele Wege offen. So kann er sich zum Beispiel als Informationsmanager profilieren. In diesem Fall muss er dafür Sorge tragen, wie Daten beschafft, strukturiert und verwaltet werden. Bei einer Spezialisierung im Bereich Marketing und Vertrieb erforscht ein Wirtschaftsinformatiker die Bedürfnisse der Kunden und spürt Marktrends auf. Als Folge davon erstellt er durchdachte Marketingstrategien. Ist er in der Revision tätig liegen seine Aufgaben eher in der Analyse alle IT-gestützten Geschäfts- und Kommunikationsprozesse, Anwendungen und IT-Systeme und der Anleitung der Mitarbeiter. Der Studiengang Wirtschaftsinformatik wird als Bachelor- und Masterstudiengang angeboten. Karriereorientierten Teilnehmern empfiehlt sich ein Masterstudium. Diese kann direkt im Anschluss an den Bachelor-Studiengang oder später nach dem Erwerb einer beruflichen Praxis absolviert werden.

 

Welche Inhalte vermittelt der Fernstudiengang zum Wirtschaftsinformatiker?

Das Basiswissen wird den Studierenden innerhalb des Grundstudiums vermittelt. Im nachfolgenden Hauptstudium haben sie die Wahl mit Spezialisierungen persönliche Studienschwerpunkte zu setzen. Die Studiengänge verfolgen meistens einen praxisorientierten Ansatz, so dass das Übertragen des theoretischen Wissens in den Berufsalltag keine Probleme bereiten sollte. Je nach gewähltem Institut dauert das Bachelor-Studium zwischen sechs und neun Semester. Für den Master-Studiengang sind weitere zwei bis vier Semester einzuplanen.

Obwohl die Lehrpläne nicht immer einheitlich sind, erfolgt in den ersten beiden Semestern meistens die Ausbildung in den betriebswirtschaftlichen Grundlagen:

  • Betriebswirtschaft, Einführung
  • Volkswirtschaft
  • Mathematik I
  • Buchführung, Bilanzierung
  • Absatzwirtschaft
  • Finanzwirtschaft
  • Materialwirtschaft
  • Kostenrechnung

In den nächsten zwei Semestern werden die Grundlagenfächer durch Wirtschaftsrecht, theoretische Informatik und Programmierung erweitert:

  • Mathematik II
  • Einführung in die Programmierung
  • Wirtschaftsrecht
  • Theoretische Informatik
  • Wirtschaftsinformatik
  • Wirtschaftsenglisch
  • Projektarbeit

Ab dem fünften Semester beginnt das Hauptstudium. Auf dem Lehrplan stehen:

  • Datenbanken
  • Anwendungsprogrammierung I
  • Betriebssysteme
  • Softwaretechnik
  • Statistik

Ab dem sechsten Semester sind Spezialisierungen möglich.

  • Anwendungsprogrammierung II
  • Systemprogrammierung
  • Organisationsentwicklung
  • Schwerpunktfächer

Mit diesen Fächern geht der Studiengang Wirtschaftsinformatik in den Semestern 7 bis 9 weiter.

  • Künstliche Intelligenz
  • Operation Research
  • Informationsmanagement
  • Schwerpunktfächer
  • Kommunikationssysteme
  • Informatik und Gesellschaft
  • Diplomarbeit

Für die plattformübergreifende Software-Entwicklung lernen die Studierenden in den objektorientierten Programmiersprachen Java, C, C++ oder Python programmieren. Zentrale Themen sind auch die Datenbankentwicklung und Skriptsprachen auf Basis von MySQL, PHP o. ä. Außerdem werden Kenntnisse in Netzwerkadministration und Projektmanagement vermittelt. Wichtige Themen in der Wirtschaftsinformatik ist der Entwurf von Informations- und Kommunikationssystemen. Die dazu erforderliche Software und Entwicklungstools werden den Studierenden zur Verfügung gestellt.

Wahl- und Vertiefungsmöglichkeiten

Nach Abschluss des Bachelor-Studiengangs (Bachelor of Science) steht dem Studierenden in Form des Master-Studiums eine weitere Qualifizierung offen. Schon ab dem sechsten Semester kann eine individuelle Spezialisierung gewählt werden. Möglich sind:

  • Vertiefende Kenntnisse zur Entwicklung komplexer IT-Systeme
  • Spezialisierung auf die Bereiche Produktion und Materialwirtschaft
  • Strategisches Management und Unternehmenssteuerung
  • IT-Beratung und Marketing
  • uva.

Wie hoch ist der Zeitaufwand?

Der Zeitaufwand für den Studiengang Wirtschaftsinformatik hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: Der wöchentliche Zeitaufwand für das Studium und der gewünschte Abschluss wie beispielsweise Bachelor oder Master. Ein Bachelorstudium wird als Erststudium angeboten während das Masterstudium als Zweitstudium und Vertiefung und Erweiterung des Erststudiums gilt. Diplom-Studiengänge werden heute so gut wie nicht mehr angeboten. Alle Studiengänge erfordern etwa den gleichen wöchentlichen Zeitaufwand. Die Dauer eines Bachelorstudiums beträgt sechs Semester, ein Masterstudium erfordert mindestens acht Semester. Vorkenntnisse können ein Studium verkürzen. Deshalb sollte das Thema möglichst frühzeitig mit dem Lehrinstitut besprochen werden. Unterschieden wird außerdem zwischen Teilzeitstudium, Vollzeitstudium und berufsbegleitendem Studium.

Experten empfehlen für die Vor- und Nachbereitung der Lehrbriefe einen wöchentlichen Aufwand von mindestens 15 bis 20 Stunden einzuplanen, wobei vor Prüfungen der zeitliche Aufwand auch mal höher ausfallen kann. Pro Wochentag ist also mit einem Lernaufwand von ca. 3 Stunden zu rechnen. Bei sechs Semestern Gesamtdauer ist ein Zeitraum von vier Jahren realistisch. Studierende, die bereits Erfahrungen oder einschlägige Vorkenntnisse mitbringen, werden sich schneller mit den Studieninhalten zurechtfinden. An dieser Stelle spielen die Eigenschaften Zielstrebigkeit und Motivation eine große Rolle. Krankheiten, berufliche Veränderungen, Umzug oder andere Umstände können außerdem die Studienzeit verlängern. Interessenten sollten zunächst überlegen, ob angesichts ihrer individuellen Lebensbedingungen und der finanziellen und familiären Situation ein Fernstudium sinnvoll ist. Insbesondere sollte geprüft werden, ob die zusätzliche Zeit- und Arbeitsbelastung über einen längeren Zeitraum möglich ist.

Welche Vorteile bietet ein Fernstudium?

Gegenüber anderen Formen der Weiterbildung bietet das Fernstudium eine Reihe von Vorteilen.

  • Studium bequem von zu Hause aus.
  • Lerntempo kann individuell bestimmt werden.
  • Zugang ohne Abitur.
  • Bachelor und Masterstudiengänge.
  • Zeitpunkt des Beginns kann weitgehend vom Absolventen bestimmt werden.
  • Optimale Prüfungsvorbereitung.
  • Schriftliches Studienmaterial und Zugriff auf Online-Inhalte.
  • Digitales Lernmaterial, Online-Tutorien, Selbsttests, Wikis
  • Kontakte mit anderen Studierenden über soziale Medien oder Treffen.
  • Zahlreiche staatliche Fördermöglichkeiten.
  • Alle Kurse sind geprüft und zugelassen.
  • Anerkennung vorheriger Studienzeiten möglich.
  • Berufsbegleitende Weiterbildung – Kombination aus Praxis und theoretischem Wissen.
  • Hohe Erfolgsraten.
  • Kostenloses Probestudium.
  • Spezialisierung möglich.

Teilnahmevoraussetzungen für ein Fernstudium

Die Fernlehrinstitute sind durch das Fernunterrichtsschutzgesetz gehalten, die jeweiligen Zugangsvoraussetzungen der Studienteilnehmer für den jeweiligen Kurs nicht nur anzugeben, sondern diese auch zu überprüfen. Als Nachweis der Vorbildung gelten schulische oder berufliche Abschlüsse, berufliche Tätigkeiten oder Vorkenntnisse in bestimmten Fachbereichen. Die Auflistung liefert dem Interessenten die Möglichkeit, sein individuelles Leistungs- und Bildungsniveau mit den erforderlichen Voraussetzungen zu vergleichen. Für die Zulassung zum Fernstudium der Wirtschaftsinformatik muss mindestens eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

Wirtschaftsinformatik Abschluss Bachelor

  • Hochschulreife, allgemein
  • Hochschulreife, fachgebunden
  • Fachhochschulreife
  • Als gleichwertig anerkannte Ausbildung oder Fortbildung (Meister, Techniker, Betriebswirt o. ä.)

Berufstätige sind durch die erfolgreiche Teilnahme an einer Hochschulzugangsprüfung (HZP) berechtigt, auch ohne allgemeine Fachhochschul- oder Hochschulreife ein Studium zu beginnen.

Wirtschaftsinformatik Abschluss Master

  • Hochschulabschluss in wirtschaftswissenschaftliche oder ingenieurwissenschaftliche Bachelor- oder Diplomstudiengängen oder artfremde Studiengänge.

Wirtschaftsinformatik Abschluss Diplom

  • Hochschulreife, allgemein
  • Hochschulreife, fachgebunden
  • Fachhochschulreife
  • Als gleichwertig anerkannte Ausbildung oder Fortbildung (Meister, Techniker, Betriebswirt o. ä.)
  • Zusätzlich wird eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine dreijährige Berufserfahrung benötigt

Der Kostenaufwand für ein Fernstudium Wirtschaftsinformatik

Für den Fernunterricht in Wirtschaftsinformatik entstehen an den Lehrinstituten Kosten in unterschiedlicher Höhe. Realistisch sind monatliche Kosten zwischen 120 bis 180 Euro. Durch die Kosten sind folgende Leistungen abgedeckt:

  • Versandkosten für das Lernmaterial und Lehrbücher
  • Bereitstellung von Online-Material wie Videos, Skripte, Tests etc.
  • Administrative Betreuung
  • Kosten für Software
  • Betreuung durch Dozenten und Lehrer
  • Ablegen von Prüfungen in den Studienzentren oder als Online-Klausur
  • Nutzung des Online-Campus
  • Nutzung der Online-Bibliothek

Je nach Wohnort kommen Fahrtkosten zu den Studienzentren und Übernachtungsgebühren hinzu. Ein Versand der Studien-Skripte ins Ausland ist ebenfalls mit zusätzlichen Kosten verbunden. So gut wie alle Lehrinstitute bieten eine Ratenzahlung der Studiengebühren und einen kostenlosen Probemonat an.

Wie kann das Fernstudium finanziert werden?

Ein Fernstudium orientiert sich an den Bedürfnissen von Berufstätigen. Studierende können das Fernstudium neben dem Beruf durchführen und erhalten sich damit ihr finanzielles Einkommen. Außerdem unterstützt der Staat die Weiterbildung mit Steuererleichterungen. In Abhängigkeit vom individuellen Einkommen des Studierenden können die Studiengebühren als Sonderausgaben und Werbungskosten geltend gemacht werden. In günstigen Fällen kann das zu einer Erstattung bis zu einem Drittel der Kosten kommen. Auch viele Unternehmen unterstützen durch individuelle Vereinbarungen die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter finanziell oder durch Freistellungen. Je nach persönlichen Voraussetzungen stehen Fernstudenten noch folgende Wege zur Finanzierung ihres Studiums zur Verfügung.

BAföG für das Fernstudium

Grundsätzlich wird BAföG als finanzielle Unterstützung für eine Erstausbildung gewährt. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich bei der Ausbildungsstätte um ein staatliches oder privates Institut handelt. Ein Fernstudium ist dann förderungswürdig, wenn es den gleichen akademischen Abschluss findet wie ein Präsenzstudium, also Bachelor, Master oder Diplom.
Die BAföG-Förderung ist allerdings auf 12 Monate begrenzt und unterliegt weiteren Einschränkungen. So muss der Antragsteller zu Beginn des Studiums jünger als 30 Jahre sein, wobei Kindererziehungszeiten angerechnet werden. Für das Masterstudium liegt die Altersgrenze bei 35 Jahren.

Meister-BAföG

Das Meister-BAföG ist zur Förderung der Existenzgründung und des beruflichen Aufstiegs gedacht. Es enthält die gesamte oder teilweise Übernahme von Weiterbildungskosten und Unterhaltszahlungen sowie die Gewährung günstiger Darlehen. Die Fortbildung zum Wirtschaftsinformatiker kann unter bestimmten Umständen durch das Meister-BAföG mitfinanziert werden.
Alleinstehende bekommen bis 675 Euro Unterhalt pro Monat, davon 229 Euro als nicht zurückzahlbarer Zuschuss und den Restbetrag von 446 Euro als Darlehen.
Für Verheiratete gibt es noch einmal 215 Euro zusätzlich als Darlehen.
Pro Kind zahlt der Staat 210 Euro Unterhalt, davon die Hälfte als Darlehen. Das Meister-BAföG wird bei der zuständigen Handwerkskammer beantragt.

Schüler-BAföG

Unter bestimmten Voraussetzungen kann für den Fernstudiengang Wirtschaftsinformatik auch Schüler-BAföG beantragt werden. Dazu ist häufig ein Leistungsnachweis des Lehrinstituts erforderlich. Die BAföG-Ämter der Verwaltungen helfen bei der Antragstellung.

Studienkredite für das Fernstudium
Auch für ein Fernstudium stellt die KfW den Absolventen ein zinsgünstiges Darlehen zur Verfügung mit dem der Lebensunterhalt während des Studiums finanziert werden kann. Gefördert werden

  • Erststudium
  • Zweitstudium
  • Aufbau- oder Ergänzungsstudium
  • Masterstudium
  • Promotion

Die Antragsteller müssen zwischen 18 und 44 Jahre alt sein. Für die Gewährung spielt es keine Rollen, ob es sich um ein Fern- oder Präsenzstudium handelt. Die Höhe der Förderung liegt zwischen 100 und 650 Euro pro Monat. Studierende können außerdem in den Genuss des Bildungskredits der Bundesregierung kommen. Dieser Kredit mit einem sehr niedrigen Zinsniveau hat eine maximale Laufzeit von 24 Monaten, der Tilgungsbeginn liegt vier Jahre nach der ersten Rate. Ein Leistungsnachweis ist nicht erforderlich. Zu ähnlichen Bedingungen ist auch ein Bildungskredit der Banken und Sparkassen zu bekommen. Kreditvolumen und Laufzeit sind variabel, die Tilgung setzt nach dem Studierende ein. Ein Leistungsnachweis ist auch hier nicht erforderlich.

Weiterbildungsstipendium und andere Maßnahmen

Die Stiftung Begabtenförderung vergibt Weiterbildungsstipendien zur Förderung besonders talentierter und motivierter Fachkräfte und Existenzgründer. Finanziert wird das Ganze durch ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BmBF). Bei vielen Fernstudiengängen sind Präsenzphasen mit einzuplanen. Für diese Tage kann zum Beispiel der Bildungsurlaub genommen werden, auf den jeder Arbeitnehmer und Auszubildende Anspruch haben. Außerdem ist ein Ansparen des Bildungsurlaubs möglich. Viele Arbeitgeber zeigen sich bei Beantragung des Bildungsurlaubs sehr kulant. Mit dem Bildungsgutschein der Arbeitsagentur können Arbeitslose an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Die Kosten werden in diesem Fall von der Arbeitsagentur übernommen.

Herausforderungen eines Fernstudiums

Zu den Wesensmerkmalen des klassischen Fernstudiums gehören die räumliche Trennung von Lernenden und Lehrenden. Die Wissensvermittlung geschieht auch heute noch durch Lehrbriefe die per Post dem Absolventen zugesandt werden und einige Präsenzveranstaltungen. Ist das Fernstudium als Abendstudium angelegt, werden an einigen Abenden in der Woche Vorlesungen abgehalten, zu denen der Absolvent anwesend sein muss.

In zunehmendem Maße werden jedoch Online-Vorlesungen (Webinare), multimediale Medien in die Seminare und Schulungen mit eingebunden. Audio, Video und computergestützte Lehrmittel vereinfachen das Lernen zuhause, der kommunikative Austausch der Teilnehmer findet in sozialen Medien statt. Der selbstständige Lernprozess wird von Studienleitern, Korrektoren und Dozenten begleitet. Selbst- und Fremdkontrollen überwachen und unterstützen den Lernerfolg.

Generell werden Fernstudien von staatlichen Hochschulen und von staatlich anerkannten Fernlehrinstituten abgehalten. Ein Fernstudium der Wirtschaftsinformatik an einem privaten Lehrinstitut wird nach entsprechender Prüfung als einem Hochschulabschluss gleichrangig anerkannt. Wer ein Fernstudium absolvieren möchte, sollte sich über die folgenden Aspekte im Klaren sein und mit Schwierigkeiten rechnen, die eventuell daraus entstehen können.

  • Die Teilnehmer lernen häufig allein ohne Kontakt zu anderen Teilnehmern.
  • Die berufliche Bildung kostet Zeit und schränkt die Freizeit ein. Die Absolventen haben weniger Zeit für Hobbys, Freunde und Familie.
  • Probleme oder Fragen können oft nur durch persönlichen Kontakt zum Fernlehrinstitut geklärt werden.
  • Präsensveranstaltungen am Wochenende.
  • Zahlreiche Prüfungen.

Ein Fernstudium stellt außerordentliche Anforderungen an die Motivation des Studierenden sowie seine Fähigkeiten den Lernprozess selbstständig zu organisieren und zu gestalten. Deshalb erhalten Studierende mit den Lehrmaterialien auch allgemeine Hinweise zu Lerntechniken und Lernorganisation. Zudem werden häufig Prüfungen und Lernkontrollen durchgeführt. Auch bei einem Fernstudium gibt es Präsenzveranstaltungen, die in den jeweiligen Studienzentren durchgeführt werden. Erforderliches Arbeitsmittel ist ein moderner PC mit einem beliebigen Betriebssystem und ein Internetzugang. Hinzu kommen gut Englischkenntnisse und der Umgang mit Standard Software wie MS Word, Excel, Outlook etc.

Karriere-Chancen und Zukunftsperspektiven

Wirtschaftsinformatiker gehören in Deutschland zu den gefragten Fachkräften – ideale Voraussetzungen für die Teilnehmer eines Fernstudiums. Absolventen des Master-Studiengangs sind für Führungsaufgaben qualifiziert. Ihnen stehen leitende Positionen in der Wissenschaft und Wirtschaft zur Verfügung. Der Bedarf an Wirtschaftsinformatikern hat in den letzten Jahren stark zugenommen und wird weiter steigen. Bereits heute können viele Stellen aufgrund des Fachkräftemangels nicht besetzt werden. Die Karrierechancen eines Wirtschaftsinformatikers können als hervorragend bezeichnet werden. Viele Technologieunternehmen suchen gut ausgebildete Absolventen, die über eine fachübergreifende Kompetenz aus BWL und Informatik verfügen. Aufgrund seiner Inhalte ist ein Fernstudium besonders auf die Bedürfnisse der IT-Branche zugeschnitten und bietet besonders bei einem berufsbegleitenden Studium den schnellen Wissenstransfer in den Berufsalltag.

Der nationale und internationale Arbeitsmarkt eröffnet Wirtschaftsinformatikern zahlreiche Karriereperspektiven. Die persönliche Qualifikation wird durch den Erwerb von Soft-Skills weiter gestärkt. Das monatliche Einstiegsgehalt liegt bei 3100 Euro (brutto), mit einiger Berufserfahrung liegt das Gehalt bei etwa 3600 Euro pro Monat. Je nach Größe des Unternehmens, lokalen Gegebenheiten und Spezialisierung steigt das Gehalt schnell auf 4000 Euro und mehr, IT-Projektleiter verdienen im Schnitt 4600 Euro. Die Gehälter sind in letzter Zeit stark gestiegen und werden weiter steigen.