Lohnt es sich noch, einen Blog zu erstellen?

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Lohnt es sich heutzutage noch, einen Blog zu erstellen? Diese Frage stellen sich wohl immer mehr Schreiberlinge. Verständlich, denn durch die jüngsten Google-Updates ist es nicht gerade leichter geworden, Traffic in Form von echten Lesern auf den eigenen Blog zu locken.

Weshalb viele Blogs von vornherein scheitern

Viele Blogs sind schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Weshalb? Ganz einfach: es fehlt das Konzept! Es bringt einfach nichts, blind drauf los zu schreiben, ohne zu wissen, welches Ziel-Publikum damit erreicht werden soll. Ein Blog ist kein Selbstläufer. Viele unterschätzen diesen Aspekt, schreiben einfach drauf los und verlieren nach spätestens drei Monaten die Lust und Motivation, weiter zu machen. Die Folge: Der Blog stirbt langsam und qualvoll ;).

Welche Dinge es zu beachten gilt

Es ist also wichtig, sich vor der Veröffentlichung des Blogs ausgiebige Gedanken dazu zu machen, welchen Sinn und Zweck der Blog verfolgen und erfüllen soll. Folgende Punkte sollten sich potenzielle Blogger immer wieder ins Gedächtnis rufen:

  • Hat der Blog ein Alleinstellungsmerkmal?
  • Gibt es für die Themen des Blogs einen Markt? (Stichwort: Suchvolumina)
  • Ist der Blog keinen großen Konkurrenten ausgesetzt?
  • Ist der eigene Schreibstil für die Leserschaft ansprechend?
  • Reicht der Sprachschatz aus, um den Ansprüchen der Leserschaft gerecht zu werden?

Zwecks Prüfung der IST-Situation gibt es diverse Online-Tools, die unterstützend hinzugezogen werden können.

Natürlich gibt es darüber noch viele weitere Aspekte, die es zu beachten gilt. Diese sind jedoch vom konkreten Vorhaben und der Branche abhängig.

Weshalb Soziale Medien sinnvoller sein können

Die Zeiten, in denen Blogs wie Pilze aus dem Boden schossen sind wohl vorbei und das ist auch gut so! Wer erinnert sich nicht an die zahlreichen Affiliate-Blogs, die lieblos mit Werbung vollgestopft wurden? Denen weint sicherlich keiner mehr eine Träne nach …

Für extrovertierte Menschen ist der Blog vielleicht gar nicht das Richtige. Soziale Medien bieten heutzutage unglaublich viele Möglichkeiten, relativ schnell Reichweite zu erlangen. Menschen, die kein Problem damit haben, sich vor laufender Kamera zu präsentieren und frei zu sprechen, sind beispielsweise bei YouTube bestens aufgehoben. YouTube ist mittlerweile zu einer ganz eigenen Suchmaschine mutiert – nämlich zur Suchmaschine für Videos. Das Schreiben fällt hier, abgesehen von der Videobeschreibung – gänzlich weg. Manchen fällt es wesentlich einfacher, frei zu sprechen, als gute Texte zu schreiben. Das ist ganz einfach so. Für diese Leute ist YouTube auf jeden Fall einem Blog vorzuziehen. Ähnliches gilt für Foto-Plattformen wie Instagram. Auch hier gibt es unglaublich viele Nutzer, die eine Reichweite aufgebaut haben, von der sie als Blogger nur hätten träumen können. Es gilt also, die Verwendung Sozialer Medien alternativ zum Bloggen zu prüfen.

Weshalb ein Blog in Verbindung mit Sozialen Medien super funktioniert

Eine andere Möglichkeit besteht darin, mehrgleisig zu fahren. Wer einen Blog betreibt ist gut damit beraten, parallel in den Sozialen Medien präsent zu sein. Dadurch ist man nicht weiter von einer einzigen Traffic-Quelle (Google) abhängig und kann sich online breiter aufstellen. Soziale Medien wie Facebook bieten die Möglichkeit, einen Stamm an Followern aufzubauen, die in aller Regelmäßigkeit auf die eigenen  Blog-Beiträge hingewiesen werden. Dadurch wird der Besucherfluss aufrechterhalten und die Reichweite stetig erhöht. Klar ist auch, dass die Pflege mehrere Online-Plattformen entsprechend viel Zeit kostet. Für alle Menschen, die hauptberuflich online unterwegs sind, ist das aber zu bewältigen.

Fazit: Es kann sich lohnen!

Es kann sich also durchaus noch lohnen einen Blog zu erstellen, vorausgesetzt das Konzept und die Umsetzung stimmen. Ein Blog sollte nicht des Geldverdienens wegen erstellt werden, sondern vielmehr, um eine Nachfrage zu bedienen und Mehrwert zu schaffen. Das Geld kommt dann von ganz allein.

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Über Marvin 610 Artikel
Marvin hat seine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann 2011 bei der Deutschen Telekom AG abgeschlossen und bloggt seit 2014 regelmäßig rund um die Themen Ausbildung, Karriere, Wirtschaft und IT auf itsystemkaufmann.de. Außerdem hat er sich seit vielen Jahren dem Online-Marketing verschrieben und ist als selbstständiger Online-Marketing-Berater unter www.web-malocher.de tätig.

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