Startup während des Studiums gründen – den Weg in die Selbstständigkeit erfolgreich vorbereiten!

Startup während des Studiums gründen
Foto: Unsplash/pixaybay.com

Wer 2017 oder 2018 neben dem Studium Ressourcen hat und diese sinnvoll nutzen möchte, kann zum Beispiel einen Weg in die Selbstständigkeit vorbereiten. Es gibt zahlreiche Studiengänge, bei denen eine Selbstständigkeit nach dem erfolgreich absolvierten Studium erstrebenswert ist. Darüber hinaus besteht natürlich auch immer die Chance, dass ein eigenes Business in einem anderen Themenfeld aufgebaut wird. Wer für gewisse Tätigkeiten und Bereiche eine große Leidenschaft mitbringt, kann hier auf die Dauer Erfolg haben.


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Bevor ein Startup (von englisch to start up = „gründen, in Gang setzen“, Quelle: Wikipedia) gegründet wird, ist jedoch eine Menge an planerischen Tätigkeiten umzusetzen. Das bedeutet, dass viele Dinge geklärt werden müssen – nicht nur die Geschäftsidee muss skizziert werden, auch die Finanzierung muss geplant und durchdacht werden. Wer ein Unternehmen gründen möchte, sollte sich unter anderem mit dem Business Plan vertraut machen. Es ist ohne Probleme möglich, dass all dies am Computer erledigt wird. Heutzutage werden sehr viele Startups im Online Bereich gegründet. Das bedeutet, dass die Startups häufig mit den Themen Online-Marketing, Suchmaschinenoptimierung oder z.B. Texterstellung zu tun haben. Zahlreiche dieser Aufgaben können auch bequem während des Studiums von zu Hause aus erledigt werden.

Was brauche ich, um ein erfolgreiches Startup während des Studiums zu gründen?

Zunächst muss verstanden werden, was ein Startup ist und wie grundsätzlich ein Geschäftsmodell erzeugt werden kann. In der Regel handelt es sich bei einem Startup um ein junges Unternehmen, dass nur wenige Jahre (meist jünger als 10 Jahre) alt ist. In vielen Fällen ist das Startup eine Unternehmung, die sich mit einem innovative Thema befasst oder z.B. mit neuen Produkten, die es in dieser Form noch nicht auf dem Markt gibt. Nicht nur Produkte, sondern auch Dienstleistungen können zu den Geschäftsaktivitäten des Startups gehören.

Gleichzeitig sind junge Unternehmen stark wachstumsorientiert und streben einen hohen Umsatz an. In vielen Fällen wird ein Startup zunächst von 1 bis 2 Personen betrieben. Mit der richtigen Idee lassen sich schnell Partner und Mitarbeiter finden, so dass ein Startup in den ersten Jahren meist schnell wächst.

Einige Charakteristika eines Startups:

  • Junges Unternehmen (jünger als 10 Jahre)
  • Kreative und innovative Ansätze (z.B. Produkte oder Ideen)
  • Meist 1-2 Mitarbeiter, klarer Fokus auf das Wachstum
  • Sponsoren und Business Partner wollen von der Idee überzeugt werden und ermöglichen (z.B. durch Budget und Netzwerk) weiteres Wachstum

Grundsätzlich lässt sich die Basis eines Startups durchaus erweitern. Fakt ist aber, dass jedes Startup sehr individuell aufgebaut sein kann.

Schwierigkeiten zum Start – wie entwickle ich aus einer Idee ein Geschäftsmodell?

Der Grundstein zu einem Startup ist meist eine Idee. Diese kann selbstständig erarbeitet werden, oder z.B. im Dialog mit anderen Personen entstehen. Auch ist es möglich, dass Ideen aufkommen, wie bestehende Produkte erweitert werden können.

Wer eine Idee hat, muss diese weiter entwickeln. Es gilt, zu überlegen, ob aus dieser Idee eine Geschäftsidee entwickelt werden kann. Das bedeutet im Klartext, dass nicht jede Idee, die in einer kreativen Phase entstanden ist, wirklich als Basis für ein neues Business geeignet ist.

Das Sprichwort der „Schnapsidee“ ist nicht umsonst bekannt. Wer eine vermeidlich geniale Idee hat, sollte diese zwar unbedingt weiter verfolgen, aber auch alle Risiken unter die Lupe nehmen.

Wie entwickle ich meine Idee weiter? – das erste Brainstorming

Wer eine gute Idee hat, sollte zunächst ein umfangreiches Brainstorming dazu durchführen. Im Brainstorming werden alle Gedanke und Einfälle rund um diese Idee notiert und später erörtert. In vielen Fällen wird dazu eine Mind Map erstellt. Auch ist es möglich, dass während des Brainstormings z.B. eine große Pinwand oder ein Plakat mit Begriffen oder Ideen beschrieben wird.

Das Brainstorming sollte im ersten Moment alleine erfolgen. Wer eine eigene Idee hat, sollte diese auch selbstständig weiter entwickeln. In einem zweiten Schritt ist es möglich, dass Freunde und Bekannte über diese Idee nachdenken und ebenfalls ihre Gedanken dazu aufschreiben. Es ist sogar möglich, dass diese Gedanken auf der gleichen Mind Map ihren Platz finden. Dazu sollte eine andere Farbe genommen werden, so dass genau reflektiert werden kann, von wem welche Idee kam.

Die Ergebnisse des Brainstormings sollten sorgfältig ausgewertet werden. Es ist wichtig, dass darauf geachtet wird, welche positiven und welche negativen Ideen notiert wurden. Auch Risiken lassen sich meist aus den Brainstorming Einfällen ableiten. Es ist durchaus möglich, dass einige Tage vergehen, bis alle Einfälle rund um die eigene Idee sortiert und bewertet wurden. Wer mit dieser Methode bereits gearbeitet hat, wird schnell feststellen, dass sehr viele Gedanken entstehen können und dazu sehr viel aufgeschrieben werden kann.

  • Brainstorming rund um die eigene Idee (z.B. auf Plakatwand)
  • Brainstorming mit Freunden und Bekannten durchführen
  • Ideen und Einfälle sortieren und Bewerten
  • Risiken und Chancen erkennen und durchdenken
  • Idee reifen lassen

Nachdem das Brainstorming durchgeführt wurde, ist es wichtig, dass der Markt analysiert wird. Gerade Anfänger vergessen diesen wichtigen Schritt sehr leicht und begeben sich schnell auf dünnes Eis.

Die Marktanalyse – ist meine Idee wirklich reif für ein eigenes Geschäftsmodell?

Wer sich schon eine Weile mit seiner eigenen Idee befasst hat, möchte wissen, ob das im Kopf bereits halbwegs erarbeitete Geschäftsmodell wirklich Früchte tragen kann. Dazu ist es wichtig, dass der Markt analysiert wird. Zu einer gelungenen Marktanalyse gehört natürlich, dass Chancen und Risiken zur Idee evaluiert werden.

Ziel der Marktanalyse ist die Beantwortung der Frage: wurde meine Idee bereits umgesetzt oder gilt sie als innovativ und einzigartig?

Wer eine wunderschöne Idee hat und daraus plant, ein eigenes Geschäft machen, muss unbedingt prüfen, wie einzigartig diese Idee ist. Nicht gerade selten haben Menschen vermeidlich geniale Einfälle, jedoch erweisen sich diese in der Praxis als nicht unbedingt einzigartig. Das bedeutet im Klartext, dass andere Menschen bereits die gleichen Ideen gehabt haben und daraus schon ein Geschäft gemacht haben.

Wenn dies der Fall ist, sollte das Marktpotential abgeklopft werden. Die nachfolgenden Fragen können durchaus dabei helfen, die eigene Idee etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Auch sollen sie dabei helfen, zu erkennen, ob die eigene Idee genügend Potential hat.

  • Wie hoch ist der Bedarf an der Idee?
  • Gibt es die Möglichkeit neben der Konkurrenz zu wachsen?
  • Was unterscheidet meine Idee von der Konkurrenz?
  • Wie „mächtig“ ist die Konkurrenz? (gibt es z.B. eine GmbH, deren Umsätze einsehbar ist)
  • Wie bekannt ist die Idee der Konkurrenz und welche Qualität hat sie?
  • Wie hoch ist der Aufwand, der von der Konkurrenz für Marketing etc. getrieben wird?

Grundsätzlich ist es möglich, dass auch eine Idee verfolgt wird, die bereits am Markt umgesetzt wurde. Wenn eine Dienstleistung oder ein Produkt bereits angeboten wird, sollte darauf geachtet werden, ob das eigene Produkt vielleicht sogar besser ist. Zu beachten ist dabei aber auch, ob es rechtliche Probleme gibt. Wenn bestimmte Muster oder Patente auf eine Idee oder ein Produkt angemeldet wurden, kann dies durchaus zu Problemen führen, die zu vermeiden sind.

Wie entwickle ich aus meiner Idee ein Geschäftsmodell?

Ziel eines jeden Startups ist es, eine Idee umzusetzen und daraus ein eigenes Geschäftsmodell zu etablieren. Das Geschäftsmodell soll auf lange Sicht mit steigenden Gewinnen betrieben werden können. Bis es soweit ist, ist eine Menge an Hürden zu nehmen.

Um aus der Idee ein Geschäftsmodell zu entwickeln wird häufig mit einem Business Plan gearbeitet. Entsprechende Vorlagen werden in der Regel online zur Verfügung gestellt, zum Teil sogar kostenfrei. Wer für sein Geschäftsmodell eine Finanzierung benötigt, muss in der Regel sogar einen entsprechenden Business Plan bei der Bank vorlegen. Wer ohne Finanzierung auskommt, braucht zwar nicht unbedingt einen kompletten Businessplan auf die Beine zu stellen, kann jedoch einen entsprechenden Nutzen daraus ziehen, wenn er sich Business Pläne zur Vorlage nimmt und durcharbeitet. (Quelle: www.kreditzinsen.net)

In vielen Fällen kann es von Vorteil sein, dass Geschäftsmodell nicht alleine, sondern zusammen mit Partnern oder Gleichgesinnten zu entwickeln. Auch Personen, die bereits Erfahrung im Aufbau eines Startups haben, können dabei helfen, ein Geschäftsmodell mit zu entwickeln. Wichtig ist es, dass möglichst viele Faktoren beachtet werden, so dass das Geschäftsmodell auf Dauer erfolgreich sein kann.

  • Geschäftsmodell inkl. Business Plan (für Finanzierung erforderlich) entwickeln
  • Business Pläne kostenfrei im Internet als Vorlage finden
  • Mit Partnern arbeiten (im Idealfall mit erfahrenen!)
  • Trennung: Beruf / Privat / Studium
  • Eigenes Geschäftskonto anlegen!

Ein weiterer Punkt, der bei der Gründung des Startups neben dem Studium wichtig ist, ist die klare Trennung von Beruf und Privat. Fakt ist, dass viele Menschen vergessen, dies zu trennen, was auf die Dauer schwerwiegende Folgen haben kann. Auch die klare Trennung des Startups vom Studium sollte durchgeführt werden. Während das Startup genutzt wird, um z.B. Geld zu verdienen und ein eigenes Business aufzubauen, ist das Studium wichtig, um eine berufliche Ausbildung zu absolvieren und einen Abschluss zu erlangen.

Wichtig ist es auch, dass Gelder, die mit dem Startup zu tun haben, von den privaten Geldern getrennt werden. Das bedeutet, dass im Idealfall direkt zu Beginn der geschäftlichen Tätigkeit ein eigenes Geschäftskonto angelegt wird. Hier werden alle Gelder der Unternehmung fließen. Das bedeutet, dass Einnahmen sowie die zunächst erforderlichen Ausgaben über das Geschäftskonto komplett abgewickelt werden.

Einnahmen und Ausgaben – ab wann trägt sich ein Geschäftsmodell von alleine?

Wer ein Geschäftsmodell etablieren möchte, sollte sich auch über die notwendigen Einnahmen und Ausgaben Gedanken machen. Unabhängig davon, ob ein Produkt oder eine Dienstleistung veräußert werden, ist es essentiell, dass die Rendite betrachtet wird.


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In vielen Fällen dauert es sehr lange, bis mit einem Startup Geld verdient wird. Das ist meist aber auch davon abhängig, ob ein Produkt verkauft wird, oder ob eine Dienstleistung angeboten wird. Auch ist es davon abhängig, ob zum Beispiel gewisse Anschaffungen getätigt werden müssen, damit das Startup arbeiten kann. Sollte dies nicht der Fall sein und sehr wenige Investitionsgüter angeschafft werden, so ist es deutlich schneller möglich, mit einem Startup Geld zu verdienen. In den meisten Fällen dauert es jedoch einige Jahre, bis das Startup Geld verdient und die Ausgaben und Investitionen abgezahlt werden können.

Bevor das Startup gegründet wird, sollte eine umfangreiche Recherche darüber erfolgen, ab wann sich das Startup lohnt, bzw. welche Renditen möglich sind. Wer ein Produkt anfertigen lassen muss, sollte genau kalkulieren, welche Kosten er dafür aufwenden muss. Auch muss geprüft werden, zu welchem Verkaufspreis das Produkt im Handel angeboten werden muss, damit sich die Anschaffung auch rentiert.

Ebenso verhält es sich bei einer Dienstleistung. Bei einer Dienstleistung muss geprüft werden, wie hoch die Aufwände sind, um daraus abzuleiten, wie teuer die Dienstleistung sein muss. Zu berücksichtigen sind dabei nicht nur materiale Aufwände, sondern z.B. auch zeitliche Aufwände. Erst wenn alle Kosten erfasst wurden, die erforderlich sind, damit die Dienstleistung erbracht werden kann, ist es möglich, dass der Preis je Einheit oder je Leistung genannt werden kann.

In einer weiteren Berechnung sollte z.B. bei einer Dienstleistung ermittelt werden, wie hoch der Umsatz sein muss, damit ein entsprechender Gewinn vorhanden ist. Wer eine Dienstleistung anbietet, muss nach Abzug aller Kosten und Gebühren noch so viel Gewinn übrig haben, dass er davon leben kann. Viele Selbstständige vergessen gerade zu Beginn ihrer Tätigkeit, dass sie bestimmte Umsätze erzielen müssen, um später davon leben zu können.

Auch wenn das Startup als Nebengewerbe neben dem Studium gegründet wird, ist es auf lange Sicht erforderlich, das darüber nachgedacht wird, ob es nicht zum Hauptberuf ausgebaut werden soll. Wenn dies der Fall ist, müssen entsprechende Renditen erzielt werden können. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, dass Selbstständige sich z.B. krankenversichern müssen und auch eine eigene Altersvorsorge treffen müssen.

Die Gewerbeanmeldung oder in vielen Fällen: Der Gang zum Ordnungsamt

Wer ein Gewerbe anmelden möchte, muss dazu in den meisten Städten in Deutschland zum Ordnungsamt. Alternativ kann es auch der Fall sein, dass das Gewerbe bei der Stadt selbst angemeldet werden kann. Dazu gibt es entsprechende Formulare, die auch online eingesehen werden können. Sie müssen ausgefüllt werden und beim Gewerbeamt vorgelegt werden. Der entsprechende Bogen zur Gewerbeanmeldung umfasst in der Regel etwa 2 DinA4 Seiten.

Zunächst müssen Angaben zum Gewerbe gemacht werden sowie zur Person, die das Gewerbe betreibt. Es ist anzumerken, dass das Gewerbe auf bestimmte Tätigkeiten bzw. Tätigkeitsfelder festgelegt werden kann. Auch muss eine Adresse angegeben werden. Es ist möglich, dass ein Firmenhauptsitz und Nebengeschäftsstellen angegeben werden können. Grundsätzlich ist es recht leicht, das Formular für die Gewerbeanmeldung auszufüllen.

Wichtig ist die Entscheidung, ob bei der Gewerbeanmeldung auf die Umsatzsteuerregelung verzichtet wird (Kleingewerbe) oder ob man sich für die volle Umsatzsteuer entscheidet und entsprechend vorsteuerabzugsberechtigt ist. Ob sich dies lohnt, ist auch davon abhängig, ob viele Positionen angeschafft werden müssen, oder nicht. Nachdem der Bogen für die Gewerbeanmeldung ausgefüllt und unterschrieben wurde, ist es erforderlich, dass dieser beim Gewerbeamt, bzw. beim Ordnungsamt der zuständigen Gemeinde abgegeben wird.

Die Gebühren für die Anmeldung eines Gewerbes liegen bei etwa 20 Euro. Diese sind vor Ort zum Beispiel an der Kasse zu entrichten. Fakt ist, dass hier auch mit Karte gezahlt werden kann.

Welche Vorteile bietet die Gewerbeanmeldung?

Die Gewerbeanmeldung hat den großen Vorteil, dass eine Gewerbenummer, bzw. eine Steuernummer erteilt werden kann. Es gibt zahlreich Firmen und Unternehmen, bei denen Selbstständige Vorteile haben können. So ist es zum Beispiel möglich, dass Selbstständige ein Firmenkonto im Großhandel eröffnen können und hier in den Genuss besonderer Rabatte kommen können.

Startup gestartet – welche Förderungen gibt es?

Wer ein Startup gestartet hat, oder gerade in der Gründung ist, denkt meist auch darüber nach, welche Förderungen es für junge Unternehmen gibt. Je nach Bundesland gibt es in Deutschland unterschiedliche Fördermöglichkeiten, die von den Jungunternehmern wahrgenommen werden können.

Von Seiten der EU gibt es mit den Programmen SME Instrument sowie mit dem Programm Horion 2020 sehr interessante Fördermaßnahmen. Es ist möglich, dass vor allem kleinere Unternehmen gefördert werden können.  Dabei dürfen maximal 250 Mitarbeiter zur Firma zählen. Der Umsatz muss bei weniger als 50 Millionen Euro im Jahr liegen. Gefördert werden können je nach Unternehmung und Projekt bis zu 70% er Projektkosten. Es ist durchaus möglich, dass Projekte im Bereich von 1 bis 2 Millionen Euro unterstützt werden können. Was die Themen und die Branchen angeht, gibt es keine Beschränkungen. In der Regel sind es aber vor allem Projekte, die z.B. Innovation und Forschung für die Industrie voran treiben. Auch das Thema Energiewende wird in Europa sehr stark gefördert, bzw. entsprechende Erkundungen und Forschungen.

Förderung durch die Investitionsbank Berlin über das Programm Pro FIT

Die Investitionsbank in Berlin bietet ebenfalls entsprechende Förderungen für Unternehmen und Startups an. Dabei werden zahlreiche Aktivitäten im Bereich Technologie sowie Marketingaktivitäten in diesem Segment unter die Lupe genommen. Startups, die auf Gewinnerzielung aus sind, werden hier in jedem Fall gefördert, wenn die entsprechenden Bedingungen erfüllt werden. Vor allem die Verbindung zwischen der Wirtschaft und der Wissenschaft wird stark gefördert.

Es ist möglich, dass für eigene Projekte Zuschüsse von bis zu 400.000 Euro beantragt werden können. Auch besonders günstige Darlehen zu niedrigen Zinskonditionen können ohne Probleme abgeschlossen, bzw. genutzt werden. Es ist möglich, dass bis zu 80% der Projektausgaben gefördert werden können.

Damit die entsprechenden Fördergelder beantragt werden können ist es wichtig, dass das entsprechende Produkt, oder die entsprechende Dienstleistung ein so genanntes Alleinstellungsmerkmall aufweist. Ebenfalls ist anzumerken, dass eine eigene Betriebsstätte in Berlin vorhanden sein muss. Alternativ ist es natürlich auch möglich, dass das Unternehmen seinen Sitz in Berlin hat. Wer sich auf die Fördermittel bewerben möchte, kann dies ohne Probleme direkt über das Internet tun.

Gewerbeanmeldung und die Verpflichtungen – welche Verpflichtungen haben Unternehmer?

Wer ein Gewerbe in Deutschland anmeldet und einen Gewerbeschein beantragt, der ist automatisch dazu verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Diese muss bis zum 31. Mai des Folgejahres eingereicht werden. Es ist möglich, dass eine Verlängerung der Abgabefrist beantragt werden kann.

Grundsätzlich ist es gerade für kleinere Startups wichtig, sich über das Thema Buchführung und Steuer zu informieren. Sollte das Unternehmen schnell wachsen bedeutet dies meist, dass ein Steuerprofi hinzugezogen werden sollte.

Anzumerken ist, dass bei einem Umsatz von bis zu 17.500 Euro im Jahr eine Einnahme-Überschuss Rechnung (kurz EUR) für die Steuererklärung abgegeben werden kann. Auf dieser formlos erstellten Rechnung ist es möglich, dass die Einnahmen vermerkt werden und davon die Ausgaben abgezogen werden. Die gebildete Differenz ist dann der Gewinn, der dem Finanzamt gemeldet wird. Als so genanntes Kleinunternehmen mit einem Umsatz von bis zu 17.500 Euro im Jahr ist es ohne Weiteres möglich, dass eine entsprechende EUR ausgefüllt werden kann.

Umsatzsteuer und das Startup – was ist hier eigentlich erforderlich?

Sollte der Umsatz im darauffolgenden Jahr die Grenze von 50.000 Euro nicht übersteigen, kann das Unternehmen als Kleingewerbe geführt werden. Sofern die entsprechende Grenze von 17.500 Euro überschritten wird, wird das Unternehmen im darauf folgenden Jahr als „vollwertiges Unternehmen“ geführt. Das bedeutet, dass der Unternehmer automatisch umsatzsteuerpflichtig ist und verpflichtet ist, die Umsatzsteuer auf seinen Rechnungen zu erheben. Grundsätzlich beläuft sich diese in Deutschland bei den meisten Dienstleistungen und Waren auf 19%. Wer also ein Produkt für Netto 100 Euro anbietet, muss inklusive Umsatzsteuer in Höhe von 19% einen Brutto Betrag in Höhe von 119 Euro auf der Rechnung vermerken.

Bevor die Umsatzsteuer erhoben werden kann ist es jedoch erforderlich, dass eine entsprechende Umsatzsteuernummer beantragt wird. Diese kann schriftlich, teilweise auch telefonisch direkt beim zuständigen Finanzamt angefordert werden. Fakt ist, dass dem Finanzamt am Telefon auch ohne Problem erklärt werden kann, ab wann die Umsatzsteuernummer benötigt wird. In der Regel ist dies zum Jahreswechsel der Fall, wenn die Umsatzsteuernummer erforderlich ist, da das Unternehmen nicht mehr als Kleingewerbe geführt werden kann.

Die Abgabe der Umsatzsteuererklärung ist binnen der ersten 2 Jahre jeden Monat beim Finanzamt einzureichen. In Deutschland kann diese elektronisch erfolgen. Das bedeutet, dass jeden Monat das entsprechende Formular vom Finanzamt online ausgefüllt werden muss. In der Regel hält sich der Aufwand dafür aber deutlich in Grenzen. Das bedeutet, dass in jedem Fall vieles selbst gemacht werden kann. Gerade wenn es sich um ein Startup handelt, dass neben dem Studium betrieben wird, ist es möglich, dass z.B. die Umsatzsteuererklärung jeden Monat selbst ausgefüllt wird.

Natürlich ist es möglich, dass beantragt werden kann, dass die Umsatzsteuererklärung nur einmal im Quartal ausgefüllt wird. Zum Teil ist es jedoch vom Finanzamt erforderlich, dass entsprechende Vorauszahlungen geleistet werden müssen, damit die Umsatzsteuererklärung nicht jeden Monat abgegeben werden muss.

Was können Gewerbetreibende steuerlich geltend machen?

Wer ein Startup gegründet hat und seine Steuererklärung vorbereitet, sollte auch wissen, was er alles steuerlich geltend machen kann. Fakt ist, dass alle Kosten, die mit dem Betrieb des Gewerbes verbunden sind, in der Regel steuerlich geltend gemacht werden können. Je nach Höhe der z.B. Anschaffung ist es möglich, dass die Kosten steuerlich sofort geltend gemacht werden können, oder aber auch über mehrere Jahre anteilig geltend gemacht werden können.

Zu beachten ist dabei auch, dass es möglich ist, z.B. Fahrtkosten, Übernachtungen auf Dienstreisen sowie Recherchekosten und weitere Kosten steuerlich geltend zu machen. Gerade wer für sein Gewerbe viel unterwegs ist, sollte die entsprechenden Belege sammeln und darauf achten, dass alles ordentlich dokumentiert wird. Die Sammlung entsprechender Belege sollte daher das gesamte Jahr über gründlich gepflegt werden.


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Über Marvin 231 Artikel
Marvin Mennigen hat seine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann im Jahre 2011 bei der Deutschen Telekom AG abgeschlossen und bloggt seit 2014 regelmäßig auf itsystemkaufmann.de. Außerdem hat er sich seit vielen Jahren dem Online-Marketing verschrieben und ist als selbstständiger Online-Marketing-Berater und Web-Entwickler unter www.web-malocher.de tätig.

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