Die Geschichte des Kreuzworträtsels: Wer hat es erfunden?

Ein junger Mann sitzt auf dem Sofa und macht ein Kreuzworträtsel
Das allseits beliebte Kreuzworträtsel ist mittlerweile über 100 Jahre alt. Foto: ArtOfPhotos/Shutterstock.com
Die Geschichte des Kreuzworträtsels: Wer hat es erfunden?
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Kreuzworträtsel gibt es seit 1913. Sie wurden in den USA erfunden und haben sich seitdem rasant in vielen Ländern ausgebreitet. In den mehr als 100 Jahren ihres Bestehens hat sich die Entwicklung der Rätsel durch den Einsatz von Computern drastisch verändert.

Der Erfinder des Kreuzworträtsels

Im Jahr 1913 erstellte Arthur Wynne für die „New York World“ das erste Kreuzworträtsel der Welt. Arthur Wynne verwendete als Vorlage für seine Kreation ein Rätsel, das als „Die magischen Quadrate“ bekannt war. Dieses Spiel lernte er in seiner Kindheit kennen. Arthur Wynne soll es von seinem Großvater gelernt haben.

Die US-amerikanische Zeitung veröffentlichte es in einer Beilage zu Weihnachten. Arthur Wynnes Kreuzworträtsel wies die Form einer Raute auf und fand schon bald Nachahmer. Der Erfinder des Rätselspiels nannte seine Schöpfung „word cross puzzle“, bevor die ersten beiden Wortteile später umgestellt wurden: Kreuzworträtsel.

Kreuzworträtsel in Deutschland und Europa

Im Jahr 1925 erschien in Deutschland zum ersten Mal ein Kreuzworträtsel. Etwa fünf Jahre zuvor war die neue Art von Rätseln in anderen europäischen Ländern aufgetaucht.

Seit 2010 finden in Deutschland die Kreuzworträtsel-Meisterschaften statt. In diesem Turnier messen sich Rätselfreunde miteinander im Wettkampf. Um an der Meisterschaft teilnehmen zu können, müssen sich Interessenten zunächst über Rätselwettbewerbe qualifizieren.

In den Jahren 2015 und 2016 fiel die Kreuzworträtsel-Meisterschaft aus. Seit dem Bestehen des Turniers bestanden die jeweils vier Finalisten beinahe zur Hälfte aus Frauen. Im Vergleich zu anderen (Denk-)Sportarten stellt dies eine Besonderheit dar.

Weiterentwicklungen und Variationen

Kreuzworträtsel gibt es heute in vielen verschiedenen Varianten. Viele von ihnen besitzen schwarze Felder, um das Ende eines Begriffes zu markieren und Lücken zu füllen. Insbesondere automatisch generierte Kreuzworträtsel können darauf jedoch auch verzichten.

In einigen Kreuzworträtseln sind die Fragen und Lösungshinweise direkt in Felder gedruckt, während sie klassischerweise daneben stehen. Eine Zahl markiert, welche Frage zu welchem Feld gehört.

Veränderungen durch die Digitalisierung

Ursprünglich wurden Kreuzworträtsel von Hand erstellt, was zeitliche und personelle Ressourcen beanspruchte. Durch die zunehmende Verbreitung von Computern wurde es jedoch immer einfacher, Kreuzworträtsel von Maschinen erstellen zu lassen. Insbesondere kleine Zeitungen und Zeitschriften, in denen Kreuzworträtsel lediglich als Beilage oder Füller zum Einsatz kommen, greifen auf diese Option zurück.

Programme, die automatisch Kreuzworträtsel erstellen, greifen auf einen festen Fragenkatalog zurück. Aus diesem Grund ähneln sich derartige Rätsel stark – dieselben Fragen und Lösungswörter tauchen in Kreuzworträtseln immer wieder auf.

Viele Kreuzworträtsel -Programme ermöglichen es, zwischen unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zu wählen. Darüber hinaus lässt sich oft einstellen, wie hoch und breit das Rätsel sein darf. Davon hängt ab, wie viel Platz es beispielsweise auf einer Zeitungsseite beansprucht.

Kreuzworträtsel mit aktuellem Bezug

Automatisch generierte Kreuzworträtsel stellen für echte Rätselfans oft keine echte Herausforderung mehr da, denn sie greifen immer wieder auf dieselben Lösungswörter und Hinweise zurück. Für solche Kreuzworträtsel gibt es im Übrigen die Rätsel Hilfe, die zahlreiche Lösungen anbietet. Eine Ausnahme bilden handgefertigte Kreuzworträtsel. Die „New York Times“ ist für ihre Kreuzworträtsel bekannt, die oft auf überraschende und knifflige Lösungen zurückgreifen.

In einem besonderen Fall war die Lösung des Kreuzworträtsels schlicht unmöglich, da dazu eine Information erforderlich war, die erst am nächsten Tag bekanntgegeben wurde. 1996 veröffentlichte die „New York Times“ dieses berühmte Kreuzworträtsel, das am Vortag der Präsidentschaftswahl erschien. Der Lösungshinweis lautete: „Leitartikel in der morgigen Zeitung“, im Zusammenhang mit dem Wort „gewählt“ („elected“).

Die beiden Kandidaten hießen Bill Clinton und Bob Dole. Das Kreuzworträtsel ließ sich sowohl durch das Einsetzen von „Clinton“ als auch durch die Buchstabenfolge „BobDole“ korrekt lösen – alle anderen Wörter passten sowohl für die eine als auch für die andere Lösung. Das Kreuzworträtsel sorgte für große Verwirrung und führte sogar zu einer Reihe von Verschwörungstheorien, da viele Menschen, die das Rätsel betrachteten, lediglich eine der Lösungen ausprobierten – und glaubten, der Sieger der Wahl stehe damit definitiv fest, obwohl dies aufgrund der Doppeldeutigkeit des Rätsels nicht der Fall war.

Über Marvin 451 Artikel
Marvin Mennigen hat seine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann im Jahre 2011 bei der Deutschen Telekom AG abgeschlossen und bloggt seit 2014 regelmäßig rund um die Themen IT und Karriere auf itsystemkaufmann.de. Außerdem hat er sich seit vielen Jahren dem Online-Marketing verschrieben und ist als selbstständiger Online-Marketing-Berater unter www.web-malocher.de tätig.

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